Historie
Historie
|
21.01.2009 15:55:16
Weiterempfehlen
Drucken
schliessen x
Name des Absenders
E-Mail Adresse
Name des Empfängers
E-Mail Adresse
1999/2000: Ein Kultclub als Meistermacher
Der FC Bayern wusste genau, bei wem er sich für die Meisterschaft 99/00 zu bedanken hatte...
Es war jener 20. Mai 2000, der den Platz der SpVgg Unterhaching in den Geschichtsbüchern der Bundesliga für alle Zeiten zementierte.
Der kleine Vorortclub aus dem Südosten Münchens hatte Bayer Leverkusen am letzten Spieltag aus allen Meisterschaftsträumen gerissen und dem großen Nachbarn Bayern München in einem spektakulären Saisonfinale zum 16. Titelgewinn verholfen.
Während im Olympiastadion nach dem 3:1 gegen Werder Bremen die improvisierte Meisterfete begann, flossen 15 km Luftlinie entfernt im Hachinger Sportpark reichlich Tränen. Das 0:2 in Unterhaching hatte Leverkusen nach dem Herzschlagfinale in einen kollektiven Schockzustand versetzt. "In der Kabine war eine Stimmung wie auf dem Zentralfriedhof in Chicago", sagte der damalige Bayer-Trainer Christoph Daum völlig zerknirscht.
Lob von den Bayern
Ausgerechnet der spätere FC-Bayern-Mittelfeldstar Michael Ballack war mit einem Eigentor zum 0:1 der Wegbereiter für die überraschende Bayer-Pleite im Hachinger Sportpark. Beim FC Bayern wusste man indes, bei wem man sich für die überraschende Meisterschaft zu bedanken hatte.
"Die SpVgg Unterhaching hat Sensationelles geleistet, die haben Fußball-Geschichte geschrieben, die werden immer in der Münchner Fußball-Geschichte verewigt sein", lobte Trainer Ottmar Hitzfeld den Aufsteiger überschwänglich.
Bereicherung der Bundesliga
In der folgenden Saison sollte Unterhaching erneut eine Rolle im Meisterschaftsfinale spielen, wenngleich nicht eine ganz so ausgeprägte. Am 34. Spieltag der Saison 2000/01 machte die SpVgg dem FC Schalke 04 das Leben schwer. Die "Knappen" siegten zwar 5:3 (nach zweimaligem Rückstand), mussten aber miterleben, wie der FC Bayern in letzter Sekunde den fehlenden Punkt zur Meisterschaft beim HSV noch einfuhr.
Für Haching war das Spiel auf Schalke der Abschied aus der Bundesliga. Es folgte sogar der direkte Gang in die Drittklassigkeit. Eine Bereicherung für die Bundesliga war die Spielvereinigung aus der 20.000-Seelen-Gemeinde Unterhaching mit dem kleinen Stadion inmitten von Schrebergärten aber allemal. Vom Kultclub war zwei Jahre lang die Rede. "Wir liefern den Stoff, aus dem die Träume sind. Die Bundesliga ist um ein Kapitel reicher", hatte der ehemalige Coach Lorenz-Günther Köstner festgestellt.
Hier finden Sie weitere Rückblicke zu den Spielzeiten der 1990er Jahre:
Tabelle und Spieltage der Saison 1999/00
1990/91: Sie kamen als Nobodies und gingen als Meister
1991/92: Eintracht scheitert am letzten Spieltag
1992/93: Herzog macht Bremen zum "spielenden" Meister
1993/94: Held rettet Dresden trotz Vier-Punkte-Abzug
1994/95: Dortmund feiert Meisterschaft der Emotionen
1995/96: Hitzfelds Aufstieg in die Trainer-Elite
1996/97: "Magisches Dreieck" verzaubert VfB
1997/98: Teuflisches Meisterstück in der Pfalz
1998/99: Hitzfeld - mit Rotationssystem zum Erfolg
Die 1990er Jahre: TV-Boom, Einheit und Dortmunder Dominanz
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
Während im Olympiastadion nach dem 3:1 gegen Werder Bremen die improvisierte Meisterfete begann, flossen 15 km Luftlinie entfernt im Hachinger Sportpark reichlich Tränen. Das 0:2 in Unterhaching hatte Leverkusen nach dem Herzschlagfinale in einen kollektiven Schockzustand versetzt. "In der Kabine war eine Stimmung wie auf dem Zentralfriedhof in Chicago", sagte der damalige Bayer-Trainer Christoph Daum völlig zerknirscht.
Lob von den Bayern
Ausgerechnet der spätere FC-Bayern-Mittelfeldstar Michael Ballack war mit einem Eigentor zum 0:1 der Wegbereiter für die überraschende Bayer-Pleite im Hachinger Sportpark. Beim FC Bayern wusste man indes, bei wem man sich für die überraschende Meisterschaft zu bedanken hatte.
"Die SpVgg Unterhaching hat Sensationelles geleistet, die haben Fußball-Geschichte geschrieben, die werden immer in der Münchner Fußball-Geschichte verewigt sein", lobte Trainer Ottmar Hitzfeld den Aufsteiger überschwänglich.
Bereicherung der Bundesliga
In der folgenden Saison sollte Unterhaching erneut eine Rolle im Meisterschaftsfinale spielen, wenngleich nicht eine ganz so ausgeprägte. Am 34. Spieltag der Saison 2000/01 machte die SpVgg dem FC Schalke 04 das Leben schwer. Die "Knappen" siegten zwar 5:3 (nach zweimaligem Rückstand), mussten aber miterleben, wie der FC Bayern in letzter Sekunde den fehlenden Punkt zur Meisterschaft beim HSV noch einfuhr.
Für Haching war das Spiel auf Schalke der Abschied aus der Bundesliga. Es folgte sogar der direkte Gang in die Drittklassigkeit. Eine Bereicherung für die Bundesliga war die Spielvereinigung aus der 20.000-Seelen-Gemeinde Unterhaching mit dem kleinen Stadion inmitten von Schrebergärten aber allemal. Vom Kultclub war zwei Jahre lang die Rede. "Wir liefern den Stoff, aus dem die Träume sind. Die Bundesliga ist um ein Kapitel reicher", hatte der ehemalige Coach Lorenz-Günther Köstner festgestellt.
Hier finden Sie weitere Rückblicke zu den Spielzeiten der 1990er Jahre:
Tabelle und Spieltage der Saison 1999/00
1990/91: Sie kamen als Nobodies und gingen als Meister
1991/92: Eintracht scheitert am letzten Spieltag
1992/93: Herzog macht Bremen zum "spielenden" Meister
1993/94: Held rettet Dresden trotz Vier-Punkte-Abzug
1994/95: Dortmund feiert Meisterschaft der Emotionen
1995/96: Hitzfelds Aufstieg in die Trainer-Elite
1996/97: "Magisches Dreieck" verzaubert VfB
1997/98: Teuflisches Meisterstück in der Pfalz
1998/99: Hitzfeld - mit Rotationssystem zum Erfolg
Die 1990er Jahre: TV-Boom, Einheit und Dortmunder Dominanz
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
Die besten Videos!
Fakten, Fak- ten, Fakten
Elf des Spieltags













