Historie
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11.09.2009 09:29:18
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Sturzflug der "Spatzen" nach 1:9-Debakel
Nach der 1:9-Pleite gegen Leverkusen herrschte blankes Entsetzen bei den Ulmer Spielern
Es sah so gut aus für den SSV Ulm 1846. Gerade hatte der Bundesliga-Aufsteiger noch 2:1 beim Champions-League-Aspiranten Hamburger SV gewonnen und mit 30 Punkten einen Platz im Mittelfeld der Tabelle scheinbar sicher.
Sowohl sechs Punkte zu den Abstiegsplätzen als auch sechs Zähler zum UEFA-Cup ließen vielleicht den einen oder anderen Spieler sogar von noch höherem vor dem 25. Spieltag der Saison 1999/2000 träumen.
Durchmarsch aus der Regionalliga
Wem sollte das auch verübelt werden, schließlich war den Ulmer "Spatzen" zuvor der direkte Durchmarsch aus der drittklassigen Regionalliga in die Bundesliga gelungen. Alles schien möglich.
Doch der Samstag, 15. März 2000 sollte der Startschuss für einen Abstieg sein, der ebenso steil war, wie der vorhergehende Aufstieg. 1:9 endete das Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen, nachdem Schiedsrichter Helmut Krug die "Spatzen" nach 90 Minuten endlich erlöst hatte.
"Noch nie neun Gegentore"
"Ich hatte natürlich noch nie neun Gegentore in meiner Trainerkarriere, wir müssen mal schauen, ob noch irgendwelche (Negativ-)Rekorde in der Bundesliga zu brechen sind", gestand SSV-Coach Martin Andermatt nach der Partie noch mit einem Augenzwinkern.
Die durchaus prominenten Torschützen für die Werkself von Christoph Daum an diesem Nachmittag waren unter anderem Emerson, Zé Roberto, Ulf Kirsten, Bernd Schneider oder auch Michael Ballack. An den darauffolgenden Absturz ihres chancenlosen Gegners hatten jedoch nicht einmal die Leverkusener gedacht. "Sie werden die Klasse halten", erklärte der damalige Bayer-Manager Reiner Calmund nach dem höchsten Bundesligasieg der Werkself.
Horst Heldt besiegelt Abstieg
Doch nach diesem Debakel kamen die Ulmer nicht mehr richtig auf die Beine. In den letzten neun Saisonspielen reichte es zu lediglich fünf Punkten. Die finale Partie um den Klassenerhalt am 34. Spieltag auswärts gegen Eintracht Frankfurt und Trainer Felix Magath wurde erst in der letzten Spielminute entschieden: Horst Heldt verwandelte einen Elfmeter zum 2:1-Sieg der Eintracht.
"Es wird ein bitterer Gang in die 2. Liga, aber wer den Spruch kennt "steh' auf, wenn Du ein Ulmer bist!", wird sich nicht täuschen. Denn wir werden wieder aufstehen", gab sich Andermatt nach Abpfiff noch kämpferisch.
Freier Fall in die Fünftklassigkeit
Die folgende Spielzeit in der 2. Bundesliga beendete der SSV jedoch auf Tabellenrang 16, somit stand der nächste Abstieg fest. Zu allem Überfluss verweigerte der DFB dem SSV erst die Regionalliga-Lizenz, und auch der Spielbetrieb in der nächst-unterklassigen Oberliga wurde unmöglich, da der Verein Insolvenz anmelden musste.
So wurde die ehemalige 2. Mannschaft zur neuen Ersten befördert und trat 2001/2002, gerade einmal 12 Monate nach dem Bundesliga-Abstieg, in der fünftklassigen Verbandsliga Württemberg an.
Hier finden Sie weitere Rückblicke zu den Spielzeiten der 1990er Jahre:
Tabelle und Spieltage der Saison 1999/2000
Die Geschichte des SSV Ulm 1846
1999/2000: Albtraum in Unterhaching
1999/2000: Die unheimliche Serie des BVB
Die 1990er Jahre: TV-Boom, Einheit und Dortmunder Dominanz
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
Durchmarsch aus der Regionalliga
Wem sollte das auch verübelt werden, schließlich war den Ulmer "Spatzen" zuvor der direkte Durchmarsch aus der drittklassigen Regionalliga in die Bundesliga gelungen. Alles schien möglich.
Doch der Samstag, 15. März 2000 sollte der Startschuss für einen Abstieg sein, der ebenso steil war, wie der vorhergehende Aufstieg. 1:9 endete das Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen, nachdem Schiedsrichter Helmut Krug die "Spatzen" nach 90 Minuten endlich erlöst hatte.
"Noch nie neun Gegentore"
"Ich hatte natürlich noch nie neun Gegentore in meiner Trainerkarriere, wir müssen mal schauen, ob noch irgendwelche (Negativ-)Rekorde in der Bundesliga zu brechen sind", gestand SSV-Coach Martin Andermatt nach der Partie noch mit einem Augenzwinkern.
Die durchaus prominenten Torschützen für die Werkself von Christoph Daum an diesem Nachmittag waren unter anderem Emerson, Zé Roberto, Ulf Kirsten, Bernd Schneider oder auch Michael Ballack. An den darauffolgenden Absturz ihres chancenlosen Gegners hatten jedoch nicht einmal die Leverkusener gedacht. "Sie werden die Klasse halten", erklärte der damalige Bayer-Manager Reiner Calmund nach dem höchsten Bundesligasieg der Werkself.
Horst Heldt besiegelt Abstieg
Doch nach diesem Debakel kamen die Ulmer nicht mehr richtig auf die Beine. In den letzten neun Saisonspielen reichte es zu lediglich fünf Punkten. Die finale Partie um den Klassenerhalt am 34. Spieltag auswärts gegen Eintracht Frankfurt und Trainer Felix Magath wurde erst in der letzten Spielminute entschieden: Horst Heldt verwandelte einen Elfmeter zum 2:1-Sieg der Eintracht.
"Es wird ein bitterer Gang in die 2. Liga, aber wer den Spruch kennt "steh' auf, wenn Du ein Ulmer bist!", wird sich nicht täuschen. Denn wir werden wieder aufstehen", gab sich Andermatt nach Abpfiff noch kämpferisch.
Freier Fall in die Fünftklassigkeit
Die folgende Spielzeit in der 2. Bundesliga beendete der SSV jedoch auf Tabellenrang 16, somit stand der nächste Abstieg fest. Zu allem Überfluss verweigerte der DFB dem SSV erst die Regionalliga-Lizenz, und auch der Spielbetrieb in der nächst-unterklassigen Oberliga wurde unmöglich, da der Verein Insolvenz anmelden musste.
So wurde die ehemalige 2. Mannschaft zur neuen Ersten befördert und trat 2001/2002, gerade einmal 12 Monate nach dem Bundesliga-Abstieg, in der fünftklassigen Verbandsliga Württemberg an.
Hier finden Sie weitere Rückblicke zu den Spielzeiten der 1990er Jahre:
Tabelle und Spieltage der Saison 1999/2000
Die Geschichte des SSV Ulm 1846
1999/2000: Albtraum in Unterhaching
1999/2000: Die unheimliche Serie des BVB
Die 1990er Jahre: TV-Boom, Einheit und Dortmunder Dominanz
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