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29.08.2009 15:43:44
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Bundesliga-Legenden: Richard Golz

Konstante im Freiburger Multi-Kulti-Kader: Torhüter Richard Golz bestritt 453 Bundesligaspiele
Vor einigen Jahren machten sich die Fans des SC Freiburg einen Spaß daraus, beim Verlesen der eigenen Mannschaftsaufstellung hinter jeden Namen ein "Wili" anzufügen.


Denn neben dem Deutschen Tobias Willi beschäftigten die Südbadener eine Reihe von Georgien wie Levan Kobiashwili, Alexander Iaschwili oder Levan Zkitischwili.

Unantastbar und beliebt bei den Reportern

Die Nummer eins im Tor war dann einfach Richard "Golz-wili". In dieser Zeit etwa war Richard Golz unantastbar. Er spielte in Freiburg auf einem konstant hohen Niveau, er war Mannschaftskapitän und so etwas wie der inoffizielle Sprecher des Teams. Nach den Spielen des Sportclubs stürzten sich alle Medienvertreter bevorzugt auf den 1,99 Meter langen Keeper.

Zum einen gehörte er zu den wenigen deutsch sprechenden Kickern im Multi-Kulti-Kader, zum anderen hatte er auch immer etwas zu sagen. Und außerdem haute Golz auch gerne einmal einen Spruch raus. Keine Frage, der gebürtige Berliner, der 1998 nach elf Jahren und 273 Bundesliga-Spielen beim und für den Hamburger SV in den Breisgau gewechselt war, fühlte sich pudelwohl am südlichsten Zipfel der Fußball-Republik.

Acht Jahre lang blieb Golz in Freiburg, hütete in 180 Bundesliga- und 39 Zweitliga-Spielen das Tor des Sportclubs. Und wenn er wieder einmal eine Niederlage seines Vereins in München erklären sollte, antwortete er lapidar: "Wir haben hier schon häufiger gut ausgesehen, aber verloren. Es wird Zeit, dass das Stadion abgerissen wird."

Assistent und Torwarttrainer

In Freiburg verbrachte er seine sportlich beste Zeit, die von der Teilnahme am UEFA-Cup und dem Erreichen des Achtelfinals in der Saison 2001/02 gekrönt wurde. Vom damaligen Coach des Sportclubs, Volker Finke, hat er in den acht gemeinsamen Jahren viel gelernt.

Noch als aktiver Spieler machte er seine A- und B-Trainerlizenz. Dann wechselte Golz 2006 für zwei Jahre zu Hannover 96, wo er allerdings in keinem Pflichtspiel mehr eingesetzt wurde. Nach seinem Karriereende vor einem Jahr zog es den verheirateten zweifachen Familienvater wieder zurück nach Hamburg.

Seit der vergangenen Saison hat er dort eine eigens für ihn geschaffene Stelle beim HSV inne. Richard Golz ist Assistent von Rodolfo Cardoso, dem Chefcoach der zweiten Mannschaft und Torwarttrainer für den HSV-Nachwuchs.


Kurzporträt

Name: Richard Golz
Geb. am: 5.6.1968
Position: Torwart
Vereine: Hamburger SV, SC Freiburg, Hannover 96
BL-Spiele/-Tore: 453/0
Länderspiele: 0/0
Größte Erfolge: DFB-Pokal-Halbfinalist 1988 und 1997, UEFA-Cup-Viertelfinalist 1990 mit dem HSV, Bundesliga-Aufstieg 2003 mit dem SC Freiburg

Tobias Gonscherowski

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