Historie
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07.05.2009 13:54:58
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Fünf Tore entscheiden den Abstiegskampf
Beim Lokalrivalen VfB unterlagen die Stuttgarter Kickers deutlich mit 0:4
Nein, Aufsteiger haben es in der Bundesliga wahrlich nicht leicht. Das mussten auch die Stuttgarter Kickers 1988/89 leidvoll erfahren.
Vor ihrer ersten Bundesliga-Saison verzichteten die Kickers auf teure Neueinkäufe und verstärkten sich mit Wolfgang Wolf, Alfred Schön und dem finnischen Nationalspieler Ari Hjelm eher punktuell.
Das sollte sich zumindest an den ersten fünf Spieltagen auszahlen. Denn mit zwei Siegen lagen die Stuttgarter für einen Aufsteiger im Soll. Doch nach einer Serie von zehn Spielen ohne doppelte Punkteausbeute nahm das Unheil seinen Lauf.
Mini-Serie bringt Hoffnung
Als das Team von Aufstiegs-Trainer Manfred Krafft nach 22. Spieltagen mit lediglich elf Zählern auf dem letzten Tabellenplatz stand, hätte wohl niemand mehr einen Pfifferling auf die Kickers gesetzt.
Doch die Stuttgarter bäumten sich noch einmal auf. Mit drei Siegen in Folge hatten sie den Klassenerhalt wieder im Visier. Hannover 96 wurde zu dem Zeitpunkt nur noch rechnerisch die Chance auf einen Verbleib in der Bundesliga eingeräumt.
Bochum komplettiert Quartett
Der 1. FC Nürnberg, Waldhof Mannheim und Eintracht Frankfurt spürten den Atem der Stuttgarter im Nacken. Die Waldhof-Buben zündeten aber ab dem 30. Spieltag ihren Turbo und entledigten sich mit neun Punkten aus fünf Spielen aller Sorgen.
Nürnberg (26 Punkte), Frankfurt (25) und die Kickers (24) blieben bis zum letzten Spieltag jedoch einträchtig zusammen. Und mit dem VfL Bochum (26) gesellte sich nach einer Niederlagenserie von sechs Spielen noch ein vierter Verein in der Krimi-Runde dazu.
Kantersieg als Lösung
Die ohnehin schon spannende Ausgangssituation zum Saisonfinale wurde durch den Spielplan verschärft. Denn die Kickers hatten es im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg in der Hand, zumindest den Relegationsplatz 16 zu erreichen. Dazu musste aber ein Kantersieg her. Unmöglich schien das nicht.
Der VfL Bochum ging mit einem mulmigen Gefühl im Bauch in den letzten Spieltag. Denn bei den Bayern war eine Niederlage ja wirklich nicht ausgeschlossen. Und bei einem Sieg der Eintracht bei den bereits als Absteiger feststehenden Hannoveranern hätte der VfL mindestens in der Relegation antreten müssen.
Mit einem Kantersieg der Kickers über den Club wurde es nichts. Aber als Bernd Schindler in der 53. Minute zum 1:0 für die Schwaben traf, war der Jubel groß. Denn im Fernduell lagen die Frankfurter in Hannover mit 0:1 zurück. Das wäre der Klassenerhalt gewesen.
"Charly" macht's
Doch die Freude währte nur zwölf Minuten. Denn Karl-Heinz "Charly" Dörfel erlöste die Frankfurter mit seinem Ausgleichstreffer in der 65. Minute. Die Eintracht rettete sich damit zumindest erst einmal in die Relegation. In Stuttgart blieb es beim knappen 1:0 Sieg. Bochum bekam in München eine 0:5-Packung, die aber nicht mehr ins Gewicht fiel.
Am Ende der Saison lagen damit der VfL Bochum, Eintracht Frankfurt und die Stuttgarter Kickers mit 26 Punkten gleichauf. Lediglich das Torverhältnis entschied über Klassenerhalt, Relegation und Abstieg. Fünf Tore fehlten den Schwaben.
Michael Reis
Hier finden Sie weitere Artikel zum Thema:
Die Geschichte der Stuttgarter Kickers
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Die 1980er Jahre: Rekordsummen und Rekord-Bayern
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
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Doch die Stuttgarter bäumten sich noch einmal auf. Mit drei Siegen in Folge hatten sie den Klassenerhalt wieder im Visier. Hannover 96 wurde zu dem Zeitpunkt nur noch rechnerisch die Chance auf einen Verbleib in der Bundesliga eingeräumt.
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Der 1. FC Nürnberg, Waldhof Mannheim und Eintracht Frankfurt spürten den Atem der Stuttgarter im Nacken. Die Waldhof-Buben zündeten aber ab dem 30. Spieltag ihren Turbo und entledigten sich mit neun Punkten aus fünf Spielen aller Sorgen.
Nürnberg (26 Punkte), Frankfurt (25) und die Kickers (24) blieben bis zum letzten Spieltag jedoch einträchtig zusammen. Und mit dem VfL Bochum (26) gesellte sich nach einer Niederlagenserie von sechs Spielen noch ein vierter Verein in der Krimi-Runde dazu.
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Der VfL Bochum ging mit einem mulmigen Gefühl im Bauch in den letzten Spieltag. Denn bei den Bayern war eine Niederlage ja wirklich nicht ausgeschlossen. Und bei einem Sieg der Eintracht bei den bereits als Absteiger feststehenden Hannoveranern hätte der VfL mindestens in der Relegation antreten müssen.
Mit einem Kantersieg der Kickers über den Club wurde es nichts. Aber als Bernd Schindler in der 53. Minute zum 1:0 für die Schwaben traf, war der Jubel groß. Denn im Fernduell lagen die Frankfurter in Hannover mit 0:1 zurück. Das wäre der Klassenerhalt gewesen.
"Charly" macht's
Doch die Freude währte nur zwölf Minuten. Denn Karl-Heinz "Charly" Dörfel erlöste die Frankfurter mit seinem Ausgleichstreffer in der 65. Minute. Die Eintracht rettete sich damit zumindest erst einmal in die Relegation. In Stuttgart blieb es beim knappen 1:0 Sieg. Bochum bekam in München eine 0:5-Packung, die aber nicht mehr ins Gewicht fiel.
Am Ende der Saison lagen damit der VfL Bochum, Eintracht Frankfurt und die Stuttgarter Kickers mit 26 Punkten gleichauf. Lediglich das Torverhältnis entschied über Klassenerhalt, Relegation und Abstieg. Fünf Tore fehlten den Schwaben.
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