Historie
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31.03.2009 16:49:33
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Meister wegen des besseren Torverhältnisses
Guido Buchwald geht mit gestrecktem Bein gegen HSV-Keeper Ulrich Stein zu Werke - Jimmy Hartwig schaut zu
Am 25. Spieltag der Bundesliga-Saison 2008/09 war es spannend wie selten: Platz 1 und Platz 4 lagen in der Tabelle nur einen Punkt auseinander. Einen so spannenden Verlauf gab es bisher nur einmal in der Bundesliga-Geschichte. Und zwar in der Saison 1983/84.
Der Hamburger SV führte die Tabelle mit einem Zähler vor dem FC Bayern, dem VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach an. Der HSV, die Bayern und der VfB lieferten sich damals schon seit Saisonbeginn einen Dreikampf und wechselten sich an der Spitze fröhlich ab.
Nur die Borussia kam nach schwachem Start erst spät in Schwung, sollte in der Folge aber auch noch in den Genuss der Tabellenführung kommen.
Der HSV patzt
Die vier Clubs ließen sich bis zum vorletzten Spieltag auch nicht mehr aus den Augen. Zwei Punkte trennten den VfB von den "Fohlen". Sogar Werder Bremen hatte als Fünfter mit drei Zählern Rückstand auf die Stuttgarter zumindest noch theoretisch die Chance auf die Meisterschaft gehabt.
Doch am 33. Spieltag verloren die Bremer ihr Heimspiel gegen die Schwaben mit 1:2. Entscheidender war aber, dass auch die Bayern (1:1 in Dortmund) und der HSV (0:2 gegen Frankfurt) Federn ließen, so dass die Meisterschaft urplötzlich die ganze Spannung wieder verlor. Zumindest auf den ersten Blick.
Direktes Duell zum Finale
Denn die Stuttgarter führten die Tabelle vor dem großen Saisonfinale mit zwei Punkten vor den Hamburgern und den Gladbachern an. Die Tordifferenz sprach auch klar für den VfB.
Doch der Spielplan wollte es so, dass der Hamburger SV es doch noch aus eigener Kraft hätte schaffen können. Denn am letzten Spieltag musste das Team von Trainer Ernst Happel im Neckarstadion, der heutigen Mercedes-Benz Arena, in Stuttgart antreten.
Die Abwehr steht
An den benötigten 5:0-Erfolg glaubte zwar kaum einer, aber hätte sich das begnadete Offensiv-Duo Dieter Schatzschneider und Wolfram Wuttke erst einmal in einen Rausch gespielt, wäre dieses Ergebnis gar nicht so abwegig gewesen.
Doch die beste Abwehr der Liga hielt auch zum Abschluss noch einmal Stand. Die Brüder Karl-Heinz und Bernd Förster ließen nur einen Gegentreffer zu und durften nach dem 0:1 die erste Meisterschaft seit Einführung der Bundesliga - die dritte insgesamt - feiern.
Da Borussia Mönchengladbach am 34. Spieltag mit einem 3:0 gegen Bielefeld die Oberhand behielt, lagen am Ende der Saison drei Mannschaften mit 48:20 Punkten gleichauf. Die Meisterschale durfte aber der VfB Stuttgart gen Himmel recken.
Michael Reis
Lesen Sie hier Teil 1 der spannendsten Titelkämpfe in der Bundesliga-Geschichte: Albtraum in Unterhaching
Tabelle und Spieltage der Saison 1983/84
1980/81: Völlers Stern geht bei 1860 München auf
1981/82: Siegmann, der "Schlitzer"
1982/83: Schwarze Männer, wechselndes Regelwerk
1983/84: Rummenigge-Deal saniert FC Bayern
1984/85: Das harte Leben des "Königs von Krefeld"
1985/86: Erst Geisterkulisse - dann Happy End für BVB
1986/87: Köln gibt Schumacher den Laufpass
1987/88: Homburg sorgt für Wirbel
1988/89: Auf den Spuren des großen Bruders
1989/90: Nach dem Mauerfall in die Bundesliga
Die 1980er Jahre: Rekordsummen und Rekord-Bayern
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
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Doch am 33. Spieltag verloren die Bremer ihr Heimspiel gegen die Schwaben mit 1:2. Entscheidender war aber, dass auch die Bayern (1:1 in Dortmund) und der HSV (0:2 gegen Frankfurt) Federn ließen, so dass die Meisterschaft urplötzlich die ganze Spannung wieder verlor. Zumindest auf den ersten Blick.
Direktes Duell zum Finale
Denn die Stuttgarter führten die Tabelle vor dem großen Saisonfinale mit zwei Punkten vor den Hamburgern und den Gladbachern an. Die Tordifferenz sprach auch klar für den VfB.
Doch der Spielplan wollte es so, dass der Hamburger SV es doch noch aus eigener Kraft hätte schaffen können. Denn am letzten Spieltag musste das Team von Trainer Ernst Happel im Neckarstadion, der heutigen Mercedes-Benz Arena, in Stuttgart antreten.
Die Abwehr steht
An den benötigten 5:0-Erfolg glaubte zwar kaum einer, aber hätte sich das begnadete Offensiv-Duo Dieter Schatzschneider und Wolfram Wuttke erst einmal in einen Rausch gespielt, wäre dieses Ergebnis gar nicht so abwegig gewesen.
Doch die beste Abwehr der Liga hielt auch zum Abschluss noch einmal Stand. Die Brüder Karl-Heinz und Bernd Förster ließen nur einen Gegentreffer zu und durften nach dem 0:1 die erste Meisterschaft seit Einführung der Bundesliga - die dritte insgesamt - feiern.
Da Borussia Mönchengladbach am 34. Spieltag mit einem 3:0 gegen Bielefeld die Oberhand behielt, lagen am Ende der Saison drei Mannschaften mit 48:20 Punkten gleichauf. Die Meisterschale durfte aber der VfB Stuttgart gen Himmel recken.
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1986/87: Köln gibt Schumacher den Laufpass
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1988/89: Auf den Spuren des großen Bruders
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