Historie
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17.07.2009 18:59:20
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Fortuna auf der Achterbahn

Offensiv und dynamisch über die rechte Angriffsseite nach vorne: Das war das typische Spiel von Fortuna Düsseldorfs Manfred Bockenfeld (li.)
In den 70er und 80er Jahren gehörte Fortuna Düsseldorf zum festen Inventar der Bundesliga. Typisch für den Deutschen Meister von 1933 war das ständige Auf und Ab in der Tabelle, berechenbar war die Fortuna selten. Typisch deshalb auch der Verlauf der Saison 1983/84.


Damals bildeten Abwehrspieler Manfred Bockenfeld und Mittelfeld-Renner Rudi Bommer ein überragendes Pärchen auf der rechten Düsseldorfer Seite.

"Gegen den 1. FC Köln gelang uns mit dem 2:0 ein perfekter Heimstart: zwei Mal Rudi Bommer! Und dann später jeweils ein 4:1 gegen Gladbach und die Bayern. Aber unser bestes Saisonspiel war das 7:0 gegen Borussia Dortmund am 8. Spieltag. In diesem Spiel klappte einfach alles und ich durfte den Torreigen eröffnen", schwärmt Bockenfeld von den damaligen Glanztaten.

Bockenfeld mit 336 Bundesliga-Einsätzen

Bockenfeld, der in jener Saison ebenso wie Bommer und Gerd Zewe in allen 34 Partien auflief, kam in 14 Profijahren für den 1.FC Bocholt, Fortuna Düsseldorf, Waldhof Mannheim sowie Werder Bremen auf insgesamt 336 Bundesliga-Einsätze und 41 Spiele in der 2. Bundesliga.

Trainer Willibert Kremer hatte am anfänglich Höhenflug natürlich auch seinen Anteil: "Er war unheimlich locker drauf und hat uns den Spaß am Fußball zurückgegeben. Jeder Spieler konnte unverkrampft auftreten", erinnert sich Bockenfeld, dem es schwerfällt, den einen oder anderen Spieler aus dieser Saison herauszuheben.

Späßchen von "Otto" Kleff

"Man sprach damals immer von Bommer und Bockenfeld, Weikl und Dusend oder Zewe und Fach. Unvergessen aber auch "Otto" Kleff, der uns mit seinen Späßchen ständig bei Laune gehalten hat. Oder auch vorne im Sturm mit Thiele und Edvaldsson. Da flog der Ball in den Strafraum und drin war er. Und da ich schon so viele aufzähle, merkt man, dass es wirklich eine gute Mannschaftsleistung war."

Zweiter waren die Fortunen sogar am 13. Spieltag nach einem 5:0-Sieg gegen Kickers Offenbach. "Zwischenzeitlich wurden wir von der Presse schon zum Meisterschaftskandidaten hochgeschrieben. In der Winterpause ging es dann nach Südkorea zur Vorbereitung auf die Rückrunde. Vielleicht ist die ganze Euphorie dann dem einem oder anderem zu Kopf gestiegen", erklärt Bockenfeld im Rückblick.

Zwei Punkte aus zwölf Spielen

Lag die Mannschaft von Willibert Kremer, der im Herbst 1982 Nachfolger von Jörg Berger geworden war, nach 22 Spieltagen noch auf Platz sechs, so sprangen aus den letzten zwölf Spielen gerade mal magere zwei Punkte heraus. Am Ende stand der Absturz auf Platz 14, nur zwei Punkte vor der Frankfurter Eintracht, die als 16. die Relegationsspiele gegen den MSV Duisburg erfolgreich bestreiten sollte.

Den Kontakt zur Fortuna hat Bockenfeld, der in Südlohn die Hauptvertretung einer großen Versicherung leitet, bis heute nicht abreißen lassen: "Ich habe mir in der vergangenen Aufstiegssaison mehrere Spiele in diesem tollen Stadion angeschaut. Für mich eine der besten Arenen in Deutschland. Mit Thomas Allofs habe ich regelmäßig Kontakt und laufe auch noch in der Traditionself auf."

Hier finden Sie weitere Legenden und Geschichten zu den Spielzeiten der 1980er Jahre:

Tabelle und Spieltage der Saison 1983/84

Die Geschichte von Fortuna Düsseldorf

1983/84: Rummenigge-Deal saniert FC Bayern

Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick