Historie
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21.01.2009 16:41:50
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1977/78: VfB feiert "Wundermann" Sundermann
Hansi Müller im Gespräch mit VfB-Trainer Jürgen Sundermann (r.)
Als Jürgen Sundermann 1976 mit gerade einmal 36 Jahren zum VfB Stuttgart kam, lag der Traditionsclub aus dem Schwabenland förmlich am Boden: Tabellen-Elfter der 2. Bundesliga, nur 3000 Anhänger kamen durchschnittlich ins damals 70.000 Zuschauer fassenden Neckar-Stadion. Der Verein war außerdem finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet. Doch der "Wundermann", wie sie ihn schon bald im "Ländle" nannten, gab den Stuttgartern die Hoffnung und die Identifikation mit dem Club zurück.
Schon im ersten Jahr seiner Amtszeit feierte Sundermann die Rückkehr in die Bundesliga und belegte in der Spielzeit 1977/78 mit Rang 4 sofort einen Uefa-Cup-Platz. Ein Jahr später sollte die Freude am Wasen noch größer sein, denn der VfB holte die Vizemeisterschaft.
Comeback mit Hindernissen
Dann wurde der "Wundermann" jedoch zum "Wandersmann". Da er in seiner Wahlheimat Schweiz das Niederlassungsrecht nicht aufs Spiel setzen wollte, kehrte er mit Kind und Kegel zurück zu den Eidgenossen und trainierte 1980 Grasshopper Zürich, ehe er im Jahr darauf doch wieder beim VfB anheuerte.
Doch das Image des "Wundermanns" hatte große Kratzer erhalten. Zwar wurde Sundermann bei seinem Comeback in der Saison 1980/81 gleich Tabellen-Dritter, den Ansprüchen im darauffolgenden Jahr konnte er indes nicht mehr genügen. Einen Titel sollte er holen, in Dieter Müller und Didier Six bekam er die geforderten Top-Spieler. Doch die Profis meuterten in der Presse gegen den einstigen Liebling, so dass der Vertrag zum Ende der Spielzeit 1981/82 nicht verlängert wurde.
Wechsel zum Lokalrivalen
Und was machte Sundermann? Er feierte im roten VfB-Clubanzug mit dem ungeliebten Nachbarn Stuttgarter Kickers und schockte seinen Duz-Freund Gerhard Mayer-Vorfelder, den damaligen VfB-Präsidenten, mit der Offenbarung, er werde ab der kommenden Saison die Kickers trainieren.
Seine Amtszeit beim Lokalrivalen des VfB dauerte lediglich sieben Monate. Es folgten unter anderem die Stationen Schalke 04, Hertha BSC, VfB Leipzig (zwei Mal) und Waldhof Mannheim, ehe er ab dem 25. April 1995 für wenige Wochen wieder zu seinen Wurzeln - zum VfB - zurückkehrte.
Heute vertreibt sich der Vater zweier Söhne die Zeit unter anderem als Gründer des FAZ (Fußball-Ausbildungs-Zetrum) Jürgen Sundermann. Zudem ist er seit Anfang 2008 als Berater für die Kickers tätig. "Ich hänge immer noch sehr an den Kickers", sagte er nach Bekanntgabe der Zusammenarbeit.
Hier finden Sie weitere Legenden und Geschichten zu den Spielzeiten der 1970er Jahre:
Tabelle und Spieltage der Saison 1977/78
1970/71: Knallbonbon am kalten Büffet
1971/72: Abschied von "Uns Uwe"
1972/73: Netzer, der "Rebell am Ball"
1973/74: Das Spiel der Spiele auf dem Betzenberg
1974/75: Von "Radi" über "Buffy" bis "Dino"
1975/76: Die Ära von "Hermann the German" bricht an
1976/77: Overath tritt ab
1978/79: Der "Terrier" nimmt Abschied
1979/80: Zwei zwischen Genie und Wahnsinn
Die 1970er Jahre: Schwarze Stunde, goldenes Jahrzehnt
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
Comeback mit Hindernissen
Dann wurde der "Wundermann" jedoch zum "Wandersmann". Da er in seiner Wahlheimat Schweiz das Niederlassungsrecht nicht aufs Spiel setzen wollte, kehrte er mit Kind und Kegel zurück zu den Eidgenossen und trainierte 1980 Grasshopper Zürich, ehe er im Jahr darauf doch wieder beim VfB anheuerte.
Doch das Image des "Wundermanns" hatte große Kratzer erhalten. Zwar wurde Sundermann bei seinem Comeback in der Saison 1980/81 gleich Tabellen-Dritter, den Ansprüchen im darauffolgenden Jahr konnte er indes nicht mehr genügen. Einen Titel sollte er holen, in Dieter Müller und Didier Six bekam er die geforderten Top-Spieler. Doch die Profis meuterten in der Presse gegen den einstigen Liebling, so dass der Vertrag zum Ende der Spielzeit 1981/82 nicht verlängert wurde.
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Und was machte Sundermann? Er feierte im roten VfB-Clubanzug mit dem ungeliebten Nachbarn Stuttgarter Kickers und schockte seinen Duz-Freund Gerhard Mayer-Vorfelder, den damaligen VfB-Präsidenten, mit der Offenbarung, er werde ab der kommenden Saison die Kickers trainieren.
Seine Amtszeit beim Lokalrivalen des VfB dauerte lediglich sieben Monate. Es folgten unter anderem die Stationen Schalke 04, Hertha BSC, VfB Leipzig (zwei Mal) und Waldhof Mannheim, ehe er ab dem 25. April 1995 für wenige Wochen wieder zu seinen Wurzeln - zum VfB - zurückkehrte.
Heute vertreibt sich der Vater zweier Söhne die Zeit unter anderem als Gründer des FAZ (Fußball-Ausbildungs-Zetrum) Jürgen Sundermann. Zudem ist er seit Anfang 2008 als Berater für die Kickers tätig. "Ich hänge immer noch sehr an den Kickers", sagte er nach Bekanntgabe der Zusammenarbeit.
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