Historie
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21.01.2009 16:38:06
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1973/74: Das Jahr der Bayern
Lattek (l.) und FCB-Präsident Neudecker mit den Pokalen der Saison 1973/74
Der heutige Manager Uli Hoeneß nannte es später "das beste Jahr meiner Karriere". Was andere ihr ganzes Leben nicht schaffen, widerfuhr dem damals 22-Jährigen innerhalb weniger Wochen.
Erst gewann der FC Bayern den dritten Meistertitel in Serie (11. Mai 1974), dann feierte das Starensemble den Triumph im Europapokal der Landesmeister (17. Mai 1974) - und schließlich standen sechs Münchner Spieler, unter ihnen Hoeneß, in München im Finale der WM (7. Juli 1974).
Aufregung vor Saisonstart
Zu Beginn der Saison herrschte freilich erst mal Aufregung, weil sich spanische Vereine mit Millionen-Angeboten an Gerd Müller heranmachten. Der "Bomber der Nation" blieb nach langem Überlegen. Und er bekam einen neuen Vorlagengeber: Die Bayern verpflichteten Jupp Kapellmann vom 1. FC Köln - für damals irrwitzige 800.000 Mark Ablöse. "Den brauchen wir nicht", grantelte Paul Breitner zwar, der Flügelflitzer entwickelte sich aber zu einem Leistungsträger.
Auf dem Weg zum ersten Titel-Hattrick der Bundesliga lieferten sich die Bayern ein packendes Duell mit Borussia Mönchengladbach. Dabei lief nicht immer alles glatt bei den Münchenern. Da war vor allem das Spiel beim 1. FC Kaiserslautern, das sie nach einer 4:1-Führung noch 4:7 verloren. Präsident Wilhelm Neudecker platzte danach der Kragen: "Wer glaubt, dass er nicht mehr die volle Leistung bringen kann, der soll die Hand heben, er bekommt von mir die sofortige Freigabe."
15 Spiele ohne Niederlage
In der Hinrunde kassierten die Bayern in 17 Spielen immerhin 34 Gegentreffer, erst danach lief es besser. Nach einer Niederlage am ersten Rückrundenspieltag bei Fortuna Düsseldorf (2:4) legte der FC Bayern eine Serie von 15 Spielen ohne Niederlage hin.
Am vorletzten Spieltag fiel schließlich die Entscheidung: Gladbach unterlag mit 0:1 bei Fortuna Düsseldorf. Da machte es auch nichts, dass sich die Münchener zum Abschluss der Saison am Bökelberg ein 0:5 leisteten.
Bayern holen Europapokal
Diese Pleite hatte allerdings eine Vorgeschichte. Erst 20 Stunden zuvor hatten die Bayern im Wiederholungsspiel gegen Atletico Madrid (4:0) als erster deutscher Verein erstmals den Europapokal der Landesmeister gewonnen - die Spieler waren angeblich noch ein wenig angeheitert.
Einziger "Schönheitsfehler" in dieser Saison: Im Pokalhalbfinale unterlagen die Bayern dem späteren Sieger Eintracht Frankfurt (2:3).
Tabelle und Spieltage der Saison 1973/74
Hier finden Sie weitere Rückblicke zu den Spielzeiten der 1970er Jahre:
1970/71: Titelverteidigung trotz Torbruchs
1971/72: Müllers Rekorde für die Ewigkeit
1972/73: Start-Ziel-Sieg und Rekord-Vorsprung
1974/75: Der Durchbruch von "Dribbelkönig" Simonsen
1975/76: "Schüler" Lattek löst "Professor" Weisweiler ab
1976/77: Der "Kaiser" verlässt die Bundesliga
1977/78: FC-Triumph im "finale furioso"
1978/79: "Mighty Mouse" verzückt HSV-Fans
1979/80: Hiobsbotschaft und Heilsbringer
Die 1970er Jahre: Schwarze Stunde, goldenes Jahrzehnt
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
Aufregung vor Saisonstart
Zu Beginn der Saison herrschte freilich erst mal Aufregung, weil sich spanische Vereine mit Millionen-Angeboten an Gerd Müller heranmachten. Der "Bomber der Nation" blieb nach langem Überlegen. Und er bekam einen neuen Vorlagengeber: Die Bayern verpflichteten Jupp Kapellmann vom 1. FC Köln - für damals irrwitzige 800.000 Mark Ablöse. "Den brauchen wir nicht", grantelte Paul Breitner zwar, der Flügelflitzer entwickelte sich aber zu einem Leistungsträger.
Auf dem Weg zum ersten Titel-Hattrick der Bundesliga lieferten sich die Bayern ein packendes Duell mit Borussia Mönchengladbach. Dabei lief nicht immer alles glatt bei den Münchenern. Da war vor allem das Spiel beim 1. FC Kaiserslautern, das sie nach einer 4:1-Führung noch 4:7 verloren. Präsident Wilhelm Neudecker platzte danach der Kragen: "Wer glaubt, dass er nicht mehr die volle Leistung bringen kann, der soll die Hand heben, er bekommt von mir die sofortige Freigabe."
15 Spiele ohne Niederlage
In der Hinrunde kassierten die Bayern in 17 Spielen immerhin 34 Gegentreffer, erst danach lief es besser. Nach einer Niederlage am ersten Rückrundenspieltag bei Fortuna Düsseldorf (2:4) legte der FC Bayern eine Serie von 15 Spielen ohne Niederlage hin.
Am vorletzten Spieltag fiel schließlich die Entscheidung: Gladbach unterlag mit 0:1 bei Fortuna Düsseldorf. Da machte es auch nichts, dass sich die Münchener zum Abschluss der Saison am Bökelberg ein 0:5 leisteten.
Bayern holen Europapokal
Diese Pleite hatte allerdings eine Vorgeschichte. Erst 20 Stunden zuvor hatten die Bayern im Wiederholungsspiel gegen Atletico Madrid (4:0) als erster deutscher Verein erstmals den Europapokal der Landesmeister gewonnen - die Spieler waren angeblich noch ein wenig angeheitert.
Einziger "Schönheitsfehler" in dieser Saison: Im Pokalhalbfinale unterlagen die Bayern dem späteren Sieger Eintracht Frankfurt (2:3).
Tabelle und Spieltage der Saison 1973/74
Hier finden Sie weitere Rückblicke zu den Spielzeiten der 1970er Jahre:
1970/71: Titelverteidigung trotz Torbruchs
1971/72: Müllers Rekorde für die Ewigkeit
1972/73: Start-Ziel-Sieg und Rekord-Vorsprung
1974/75: Der Durchbruch von "Dribbelkönig" Simonsen
1975/76: "Schüler" Lattek löst "Professor" Weisweiler ab
1976/77: Der "Kaiser" verlässt die Bundesliga
1977/78: FC-Triumph im "finale furioso"
1978/79: "Mighty Mouse" verzückt HSV-Fans
1979/80: Hiobsbotschaft und Heilsbringer
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