Historie
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15.01.2010 18:48:50
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Trainerlegende Lattek feiert 75. Geburtstag
Udo Lattek in seinem heutigen Element: als TV-Experte im DSF-Doppelpass
Selbst an seinem 75. Geburtstag hat Udo Lattek kaum Zeit zum Feiern. Im kleinen Kreis begeht er am 16. Januar seinen Ehrentag, am Sonntagvormittag ist er dann als DSF-Experte beim "Doppelpass" schon wieder wie gewohnt im TV-Einsatz.
Der gebürtige Ostpreuße, der in seiner Karriere als Fußball-Lehrer 14 Titel errang und als einer der wenigen Trainer alle drei Europacup-Wettbewerbe für sich entscheiden konnte, empfindet rückblickend große Dankbarkeit: "Ich habe dem Fußball alles zu verdanken. Ich bin aus dem Nichts gekommen, ich bin ein Bauernsohn. Außer dem, was ich kann, habe ich nichts mitgebracht."
Der studierte Pädagoge schaffte über den Posten als Assistent des Bundestrainers Helmut Schön beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Quereinsteiger den Sprung in den Profi-Fußball. Als Nachfolger von Branko Zebec landete er auf Vermittlung von "Kaiser" Franz Beckenbauer beim FC Bayern München, holte 1972 die erste Deutsche Meisterschaft in seiner Laufbahn. Für den "Hans Albers des deutschen Fußballs" war dieser erste Meisterschaftstriumph der schönste in den mehr als drei Jahrzehnten Trainertätigkeit.
Nach Familiendrama zu "Barca"
Dabei folgte Anfang der 80er Jahre das Abenteuer beim FC Barcelona mit den Starspielern Diego Maradona und Bernd Schuster. Das Engagement beim katalanischen Renommierclub half Lattek damals, seinen privaten Schicksalsschlag zu verkraften. Sein Sohn Dirk war 1981 im Alter von nur 15 Jahren an Leukämie gestorben. Der Coach verließ seinen Arbeitgeber Borussia Dortmund, bat BVB-Präsident Reinhard Rauball um die vorzeitige Freigabe.
Lattek: "Ich brauchte eine neue Aufgabe, Barcelona war schon damals der schwierigste Club, der mich 24 Stunden am Tag gefordert und dadurch auch abgelenkt hat. Ich musste außerdem eine neue Sprache lernen, habe das in drei Monaten geschafft, brauchte nie einen Dolmetscher und habe beim ersten Training in Camp Nou vor 45.000 Zuschauern eine kleine Rede in Spanisch gehalten."
Zurück nach München
Immerhin 19 Monate stand er in Diensten von "Barca", überwarf sich dann aber mit Argentiniens Fußball-Genie Maradona und musste gehen. "Hintergrund war die Abfahrt zu einem Abschlusstraining. Alle waren da, nur Diego nicht. Ich bin abgefahren, habe ihn stehen gelassen. Daraufhin ist Maradona zum Präsidenten und hat ihm erklärt, dass er mit mir nicht zusammenarbeiten könne und er lieber seinen Landsmann Cesar Luis Menotti haben möchte."
Lattek kehrte zum FC Bayern zurück, feierte erneut große Erfolge, allerdings blieb ihm die Krönung mit dem erneuten Triumph im Europapokal der Landesmeister im Endspiel in Wien gegen den FC Porto (1:2) versagt.
"Ich habe der Mannschaft in der Halbzeit in der Kabine gesagt, dass das Spiel noch nicht entschieden ist. Aber die alten Hasen meinten, sie könnten das Spiel über die Runden schaukeln. Deshalb ist es schiefgegangen", sagt Lattek rückblickend.
Dortmunder Retter
Geschichte schrieb Lattek nochmal im Jahr 2000, als er Borussia Dortmund mit einem Kurz-Comeback zum Klassenerhalt führte. "Es war ein kalkulierbares Risiko, denn Dortmund war einfach zu gut besetzt", sagt Lattek. Der drohende Abstieg schreckte ihn nicht: "Ein bisschen Risiko ist immer mit dabei. Wichtig war mir, dass ich den Job nur gemeinsam mit Matthias Sammer übernommen habe."
Der studierte Pädagoge schaffte über den Posten als Assistent des Bundestrainers Helmut Schön beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Quereinsteiger den Sprung in den Profi-Fußball. Als Nachfolger von Branko Zebec landete er auf Vermittlung von "Kaiser" Franz Beckenbauer beim FC Bayern München, holte 1972 die erste Deutsche Meisterschaft in seiner Laufbahn. Für den "Hans Albers des deutschen Fußballs" war dieser erste Meisterschaftstriumph der schönste in den mehr als drei Jahrzehnten Trainertätigkeit.
Nach Familiendrama zu "Barca"
Dabei folgte Anfang der 80er Jahre das Abenteuer beim FC Barcelona mit den Starspielern Diego Maradona und Bernd Schuster. Das Engagement beim katalanischen Renommierclub half Lattek damals, seinen privaten Schicksalsschlag zu verkraften. Sein Sohn Dirk war 1981 im Alter von nur 15 Jahren an Leukämie gestorben. Der Coach verließ seinen Arbeitgeber Borussia Dortmund, bat BVB-Präsident Reinhard Rauball um die vorzeitige Freigabe.
Lattek: "Ich brauchte eine neue Aufgabe, Barcelona war schon damals der schwierigste Club, der mich 24 Stunden am Tag gefordert und dadurch auch abgelenkt hat. Ich musste außerdem eine neue Sprache lernen, habe das in drei Monaten geschafft, brauchte nie einen Dolmetscher und habe beim ersten Training in Camp Nou vor 45.000 Zuschauern eine kleine Rede in Spanisch gehalten."
Zurück nach München
Immerhin 19 Monate stand er in Diensten von "Barca", überwarf sich dann aber mit Argentiniens Fußball-Genie Maradona und musste gehen. "Hintergrund war die Abfahrt zu einem Abschlusstraining. Alle waren da, nur Diego nicht. Ich bin abgefahren, habe ihn stehen gelassen. Daraufhin ist Maradona zum Präsidenten und hat ihm erklärt, dass er mit mir nicht zusammenarbeiten könne und er lieber seinen Landsmann Cesar Luis Menotti haben möchte."
Lattek kehrte zum FC Bayern zurück, feierte erneut große Erfolge, allerdings blieb ihm die Krönung mit dem erneuten Triumph im Europapokal der Landesmeister im Endspiel in Wien gegen den FC Porto (1:2) versagt.
"Ich habe der Mannschaft in der Halbzeit in der Kabine gesagt, dass das Spiel noch nicht entschieden ist. Aber die alten Hasen meinten, sie könnten das Spiel über die Runden schaukeln. Deshalb ist es schiefgegangen", sagt Lattek rückblickend.
Dortmunder Retter
Geschichte schrieb Lattek nochmal im Jahr 2000, als er Borussia Dortmund mit einem Kurz-Comeback zum Klassenerhalt führte. "Es war ein kalkulierbares Risiko, denn Dortmund war einfach zu gut besetzt", sagt Lattek. Der drohende Abstieg schreckte ihn nicht: "Ein bisschen Risiko ist immer mit dabei. Wichtig war mir, dass ich den Job nur gemeinsam mit Matthias Sammer übernommen habe."
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