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29.08.2009 15:39:58
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Bundesliga-Legenden: Paul Breitner

Paul Breitner bestritt 285 Bundesligaspiele und erzielte 93 Tore
Wo soll man bei einer Fußballer-Legende wie Paul Breitner anfangen? Vielleicht bei seiner Geburt. Paul Breitner kam 1951 im bayrischen Kolbenmoor zur Welt und war lange Zeit der bekannteste Sohn dieser Stadt.


Inzwischen hat er Konkurrenz in Person von Bastian Schweinsteiger bekommen, der aus dem gleichen Ort stammt.

Debüt mit 19 Jahren

Mit 19 Jahren debütierte Breitner als Spieler des FC Bayern in der Bundesliga, die er fortan mitprägte wie nur wenige andere Kicker. Er begann als stürmender Außenverteidiger und wechselte später ins zentrale Mittelfeld. Breitner gewann alle bedeutenden Titel. Er war Welt- und Europameister, Meister und Pokalsieger mit den Bayern genauso wie später mit Real Madrid, Europapokalsieger.

Er trat mit 24 Jahren aus der Nationalmannschaft zurück, um sechs Jahre später sein Comeback zu feiern und die Nationalmannschaft als Kapitän zur Vizeweltmeisterschaft 1982 zu führen. Dabei gelang ihm mit seinem Ehrentreffer im mit 1:3 verlorenen Finale gegen Italien das Kunststück, als einziger deutscher Spieler in zwei WM-Endspielen Torschütze gewesen zu sein. Denn schon 1974 hatte Breitner im Finale getroffen.

Aber Paul Breitner war nicht nur ein brillanter, torgefährlicher Fußballer, sondern ist auch bis heute eine schillernde Persönlichkeit. Der Abiturient studierte anfangs noch Soziologie, Pädagogik und Psychologie und gefiel sich später als Rebell. Mit wilder Frisur im Afro-Look und Mao-Bibel las er Trainern, Funktionären und Fans gleichermaßen gerne die Leviten.

Schauspieler, Scout und Kolumnist

Als Kolumnist kritisierte er heftig, sogar als Schauspieler versuchte er sich in einem bemitleidenswert schlechten Streifen (Potatoe Fritz mit Hardy Krüger aus dem Jahr 1976) in der Rolle eines Kavelleristen. Breitner war Werbe-Ikone, Buchautor und wäre 1998 nach dem Rücktritt von Berti Vogts sogar beinahe Bundestrainer geworden.

Mit den Jahren wurde Breitner etwas moderater, seine Kritik war immer noch scharf, aber nicht mehr so ätzend. In Talkshows zeigte er sich sogar von seiner humorvollen Seite. Seine Spielanalysen sind nach wie vor präzise, sein Fachwissen ist unbestritten. Dies nutzt inzwischen auch der FC Bayern wieder seit dem Frühjahr 2007. Breitner ist Berater und Scout beim deutschen Rekordmeister.


Kurzporträt

Name: Paul Breitner
Geb. am: 5.9.1951
Position: Außenverteidiger und zentrales Mittelfeld
Vereine: Bayern München, Real Madrid, Eintracht Braunschweig
BL-Spiele/-Tore: 285/93
Länderspiele: 48/10
Größte Erfolge: Weltmeister 1974, Europameister 1972, Vizeweltmeister 1982, Deutscher Meister 1972, 1973, 1974, 1980 und 1981, Deutscher Pokalsieger 1971 und 1982, Spanischer Meister 1975 und 1976, Spanischer Pokalsieger 1975, Europapokalsieger der Landesmeister 1974, Fußballer des Jahres 1981

Tobias Gonscherowski

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