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29.08.2009 15:41:43
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Bundesliga-Legenden: Karl-Heinz Körbel

Karl-Heinz Körbel bestritt 602 Bundesligaspiele und erzielte dabei 45 Tore
Er ist in der Geschichte der Fußball-Bundesliga das Synonym für Vereinstreue schlechthin. Das brachte ihm auch den Spitznamen "der treue Charly" ein.


Die Rede ist natürlich von Karl-Heinz Körbel. Schon mit 17 Jahren debütierte der 1955 in nordbadischen Dossenheim geborene Körbel im Trikot der Frankfurter Eintracht.

Eisenhart zum Rekord

Es folgte eine einzigartige Karriere. Von 1972 bis zu seinem Karriereende 1991 blieb der eisenharte Vorstopper der Eintracht treu. In fast zwanzig Jahren als Profi brachte es Körbel auf 602 Bundesliga-Spiele. Damit ist der 1,82 Meter große Verteidiger bis heute Rekordspieler der Fußball-Bundesliga.

Bei der Eintracht war Karl-Heinz Körbel unumstritten und enorm erfolgreich. Viermal - 1974, 1975, 1981 und 1988 gewann er mit dem hessischen Traditionsverein den DFB-Pokal, im Jahr 1980 auch den UEFA-Cup. Nur Deutscher Meister wurde der langjährige Eintracht-Kapitän nie.

Trotz seiner großen Vereinserfolge schaffte "Charly" Körbel den Durchbruch in der Nationalmannschaft nie richtig. Zwar brachte er es zwischen 1974 und 1975 auf immerhin sechs Länderspiele. Doch ihm fehlte die Unterstützung von Franz Beckenbauer. Dem Kapitän der Nationalelf war Körbels Spielweise schlicht zu offensiv. Beckenbauer war es lieber, einen defensiven Haudegen vom Kaliber seines Vereinskameraden Georg Schwarzenbeck an seiner Seite zu haben.

Doppelt motiviert gegen den FC Bayern

Körbel nahm es hin und "rächte" sich auf seine Weise. Wenn es gegen die Bayern ging, war Körbel doppelt motiviert. Zwischen 1972 und 1989 blieb er mit der Eintracht in kaum fassbaren 17 Heimspielen nacheinander ungeschlagen. Er war auch dabei, als die Eintracht am 22. November 1975 den damals amtierenden Europacup-Sieger mit 6:0 aus dem Waldstadion schoss. Körbels schöne Serie riss erst im 18. Vergleich.

Ein letztes Spiel im heimischen Waldstadion blieb ihm 1991 leider verwehrt, weil er am 33. Spieltag in St. Pauli die fünfte Gelbe Karte kassierte und beim Saisonfinale gesperrt war. Nach seiner aktiven Fußballerlaufbahn blieb Körbel der Eintracht zunächst als Cotrainer und zweimal auch interimsweise als Chefcoach erhalten. Zwischen 1996 und 1998 trainierte er auch mit überschaubarem Erfolg die Zweitligisten VfB Lübeck und FSV Zwickau.

Doch seit einigen Jahren ist Karl-Heinz Körbel wieder zurück bei der Eintracht. Erst als Scout, dann als Berater des Vorstands und gegenwärtig als Leiter der Fußballschule des Vereins.


Kurzporträt

Name: Karl-Heinz Körbel
Geb. am: 1.12.1954
Postion: Vorstopper
Verein: Eintracht Frankfurt
BL-Spiele/-Tore: 602/45
Länderspiele: 6/0
Größte Erfolge: DFB-Pokalsieger 1974, 1975, 1981, 1988; UEFA-Cup-Sieger 1980

Tobias Gonscherowski

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