Historie
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25.06.2009 10:12:02
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"Meister Pröpper" glänzt in der Bundesliga
Günter "Meister" Pröpper erzielte in seiner ersten Bundesliga-Saison 21 Tore für Wuppertal - nur Gerd Müller und Jupp Heynckes trafen öfter
Die siebziger Jahre zählen zur besten und erfolgreichsten Zeit im deutschen Fußball. Deutschland wurde erst Europa- und dann Weltmeister, die deutschen Clubs dominierten die europäischen Pokalwettbewerbe. Die Bundesliga war ein Tummelbecken von Weltklassespielern.
Umso höher ist die damalige sportliche Leistung des Wuppertaler SV zu bewerten, der am Ende einer langen Saison 1971/72 den Bundesliga-Aufstieg perfekt machte.
Mit 60:8 Punkten setzte sich der WSV zunächst in der Regionalliga West gegen die starke Konkurrenz von Rot-Weiss Essen, Fortuna Köln oder Alemannia Aachen durch. In der Aufstiegsrunde zur Bundesliga gewann der Club aus dem Bergischen Land alle acht Partien und durfte sich beim Autocorso durch die Stadt Wuppertal von über 100.000 Menschen feiern lassen.
Überragender "Meister Pröpper"
Das Abenteuer Bundesliga konnte also 1972 beginnen. Der WSV hatte eine erfahrene Mannschaft mit ausschließlich deutschen Spielern wie Bernd Hermes, Jürgen Kohle oder Manfred Reichert. Und in Günter Pröpper seinen überragenden Mann. Der "Meister Pröpper", wie er in Anlehnung an eine damalige bekannte Putzmittel-Werbung genannt wurde, schoss Tore wie am Fließband.
52 allein in der Regionalliga-Saison 71/72, dazu kamen acht Treffer in den Aufstiegsspielen. "Tore schießen war mein Hobby", meinte Pröpper, der bis heute der populärste Wuppertaler Spieler geblieben ist, in späteren Tagen.
Bundesliga-Debüt mit 30 Jahren
Der Jüngste war Pröpper bei seinem Bundesliga-Debüt nicht mehr, als der WSV am 16. September 1972 den 1. FC Kaiserslautern zum ersten Spieltag empfing. Aber auch ohne einen Treffer des 30-Jährigen behielt der WSV unter Trainer Horst Buhtz mit 2:0 die Oberhand.
Tabellenvierter war der Bundesliga-Neuling nach dem ersten Spieltag und nur die wenigsten Optimisten hätten damit gerechnet, dass die Rot-Blauen den Platz auch am Saisonende einnehmen würden. Dass der WSV letztlich Vierter wurde, lag zum großen Teil an den 21 Saisontoren von "Meister Pröpper".
Nur Gerd Müller und Heynckes trafen öfter
Gleich im zweiten Saisonspiel legte der Mittelstürmer los, nach 34 Spieltagen hatten nur Gerd Müller (FC Bayern; 36 Tore) und Jupp Heynckes (Borussia Mönchengladbach; 28) öfter getroffen. "Der Günter war wendig und stark am Ball. Ein toller Stürmer", lobte Gerd Müller seinen Wuppertaler Kontrahenten, dem wohl nur wegen der enormen Konkurrenz im Angriff ein Länderspiel verwehrt blieb.
Das erste Spiel gegen den FC Bayern mit seinen Stars Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Paul Breitner oder eben Müller am 4. Oktober 1972 bedeutete für Pröpper einen absoluten Höhepunkt seiner Karriere: "Wir haben uns im Stadion am Zoo 1:1 getrennt vor mehr als 40.000 Zuschauern unter der Woche. Bundestrainer Helmut Schön war anwesend, etwas Besseres habe ich als Spieler nicht erleben dürfen."
Großer Erfolg für Wuppertaler Halbprofis
Zwischen dem 25. und 29. Spieltag war Wuppertal sogar erster Verfolger des späteren souveränen Deutschen Meisters FC Bayern; ein Riesen-Erfolg für die Halbprofis des WSV. "Wir haben früher unter Horst Buhtz in der Bundesliga vier Mal die Woche um 16 Uhr trainiert. Wir waren allerdings auch alle noch neben dem Fußball berufstätig", erinnert sich Pröpper.
Die erste von drei Bundesliga-Spielzeiten sollte die mit Abstand beste der Wuppertaler werden. 1975 stiegen die Bergischen sang- und klanglos mit nur zwei Saisonsiegen in die 2. Bundesliga Nord ab. Günter Pröpper, der nun als Abwehrspieler eingesetzt wurde, büßte nichts von seiner Torgefährlichkeit ein. Bis zu seinem Karriereende 1979 schaffte der "Meister" noch 35 Treffer für den WSV in der 2. Bundesliga.
Stefan Kusche
Hier finden Sie weitere Rückblicke zu den Spielzeiten der 1970er Jahre:
Die Geschichte des Wuppertaler SV
Tabelle und Spieltage der Saison 1972/73
1972/73: Start-Ziel-Sieg und Rekord-Vorsprung
Die 1970er Jahre: Schwarze Stunde, goldenes Jahrzehnt
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
Mit 60:8 Punkten setzte sich der WSV zunächst in der Regionalliga West gegen die starke Konkurrenz von Rot-Weiss Essen, Fortuna Köln oder Alemannia Aachen durch. In der Aufstiegsrunde zur Bundesliga gewann der Club aus dem Bergischen Land alle acht Partien und durfte sich beim Autocorso durch die Stadt Wuppertal von über 100.000 Menschen feiern lassen.
Überragender "Meister Pröpper"
Das Abenteuer Bundesliga konnte also 1972 beginnen. Der WSV hatte eine erfahrene Mannschaft mit ausschließlich deutschen Spielern wie Bernd Hermes, Jürgen Kohle oder Manfred Reichert. Und in Günter Pröpper seinen überragenden Mann. Der "Meister Pröpper", wie er in Anlehnung an eine damalige bekannte Putzmittel-Werbung genannt wurde, schoss Tore wie am Fließband.
52 allein in der Regionalliga-Saison 71/72, dazu kamen acht Treffer in den Aufstiegsspielen. "Tore schießen war mein Hobby", meinte Pröpper, der bis heute der populärste Wuppertaler Spieler geblieben ist, in späteren Tagen.
Bundesliga-Debüt mit 30 Jahren
Der Jüngste war Pröpper bei seinem Bundesliga-Debüt nicht mehr, als der WSV am 16. September 1972 den 1. FC Kaiserslautern zum ersten Spieltag empfing. Aber auch ohne einen Treffer des 30-Jährigen behielt der WSV unter Trainer Horst Buhtz mit 2:0 die Oberhand.
Tabellenvierter war der Bundesliga-Neuling nach dem ersten Spieltag und nur die wenigsten Optimisten hätten damit gerechnet, dass die Rot-Blauen den Platz auch am Saisonende einnehmen würden. Dass der WSV letztlich Vierter wurde, lag zum großen Teil an den 21 Saisontoren von "Meister Pröpper".
Nur Gerd Müller und Heynckes trafen öfter
Gleich im zweiten Saisonspiel legte der Mittelstürmer los, nach 34 Spieltagen hatten nur Gerd Müller (FC Bayern; 36 Tore) und Jupp Heynckes (Borussia Mönchengladbach; 28) öfter getroffen. "Der Günter war wendig und stark am Ball. Ein toller Stürmer", lobte Gerd Müller seinen Wuppertaler Kontrahenten, dem wohl nur wegen der enormen Konkurrenz im Angriff ein Länderspiel verwehrt blieb.
Das erste Spiel gegen den FC Bayern mit seinen Stars Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Paul Breitner oder eben Müller am 4. Oktober 1972 bedeutete für Pröpper einen absoluten Höhepunkt seiner Karriere: "Wir haben uns im Stadion am Zoo 1:1 getrennt vor mehr als 40.000 Zuschauern unter der Woche. Bundestrainer Helmut Schön war anwesend, etwas Besseres habe ich als Spieler nicht erleben dürfen."
Großer Erfolg für Wuppertaler Halbprofis
Zwischen dem 25. und 29. Spieltag war Wuppertal sogar erster Verfolger des späteren souveränen Deutschen Meisters FC Bayern; ein Riesen-Erfolg für die Halbprofis des WSV. "Wir haben früher unter Horst Buhtz in der Bundesliga vier Mal die Woche um 16 Uhr trainiert. Wir waren allerdings auch alle noch neben dem Fußball berufstätig", erinnert sich Pröpper.
Die erste von drei Bundesliga-Spielzeiten sollte die mit Abstand beste der Wuppertaler werden. 1975 stiegen die Bergischen sang- und klanglos mit nur zwei Saisonsiegen in die 2. Bundesliga Nord ab. Günter Pröpper, der nun als Abwehrspieler eingesetzt wurde, büßte nichts von seiner Torgefährlichkeit ein. Bis zu seinem Karriereende 1979 schaffte der "Meister" noch 35 Treffer für den WSV in der 2. Bundesliga.
Stefan Kusche
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Die Geschichte des Wuppertaler SV
Tabelle und Spieltage der Saison 1972/73
1972/73: Start-Ziel-Sieg und Rekord-Vorsprung
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