Historie
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11.03.2009 17:12:10
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Torfabrik stand in Essen

Willi "Ente" Lippens ist mit 172 Spielen Essens Bundesliga-Rekordspieler und mit 79 Treffern auch Rekordschütze von RWE.
Der größte und bekannteste Fußballer der Stadt steht als Bronzestatue vor dem Essener Georg-Melches-Stadion in der Hafenstraße. Helmut Rahn, der am 14. August 2003 verstorbene Weltmeister von 1954 und "Held von Bern". Als Schütze des Jahrhunderttores beim 3:2-Finalsieg über Ungarn hat sich "der Boss" in der deutschen Fußballgeschichte unsterblich gemacht.


Bei Rot-Weiß Essen ging der Stern des Stürmers Helmut Rahn auf, mit RWE wurde Rahn 1953 Pokalsieger und 1955 Deutscher Meister. Der gebürtige Essener sollte auch der Vorgänger von exzellenten Bundesliga-Torjägern werden, die in Essen groß wurden.

Rekordspieler und -schütze Lippens

Zum Beispiel Willi Lippens, der wegen seines watschelnden Laufstils nur "Ente" genannt wurde. Der 1945 in Bedburg-Hau am Niederrhein geborene Deutsche mit niederländischem Pass trug in sechs der insgesamt sieben Essener Bundesliga-Spielzeiten das Trikot von RWE. Er feierte drei Aufstiege in die Bundesliga und litt bei drei Abstiegen aus der Bundesliga mit Rot-Weiß.

Mit 172 Spielen ist Lippens Essens Bundesliga-Rekordspieler und mit 79 Treffern auch Rekordschütze. Außerdem schoss Lippens, der ein Länderspiel für Holland bestritt, 13 Tore in 70 Bundesliga-Partien für Borussia Dortmund.

Burgsmüller begann bei RWE

Es steht wohl außer Frage, dass Rot-Weiß Essen mehr als sieben Spielzeiten in der Bundesliga verbracht hätte, wenn Lippens, Manfred Burgsmüller, Horst Hrubesch und Frank Mill Ende der siebziger Jahre länger zusammen in Essen geblieben wären.

Der gebürtige Essener Burgsmüller begann seine Bundesliga-Karriere als 19-Jähriger in der Saison 1969/70 bei RWE und kehrte zur Spielzeit 1974/75 nach einem dreijährigen Gastspiel bei Bayer 05 Uerdingen an die Hafenstraße zurück. 18 Tore schoss Burgsmüller in der Saison 1974/75, 14 waren es ein Jahr später.

Torgefährliches Trio

Die Saison 1975/76 sollte die erfolgreichste der Essener Bundesliga-Zugehörigkeit werden. Platz acht belegte RWE am Ende, und großen Anteil hatten die Torjäger. Zu Burgsmüllers 14 Treffern steuerte Lippens zehn weitere dazu. Der Treffsicherste mit 18 Toren aber war Hrubesch, der 1975 als Amateur im Alter von 24 Jahren nach Essen gekommen war.

Dieses Trio wurde allerdings nach der erfolgreichen Saison gesprengt: Lippens wechselte zu Borussia Dortmund, Burgsmüller über die Zwischenstation Bayer Uerdingen ebenfalls zum BVB. Und so wurde die Saison 1976/77 für Rot-Weiß Essen zur vorerst letzten in der Bundesliga.

Bundesligadebüt von Mill

Auch weil Hrubesch in der Hinrunde länger verletzungsbedingt fehlte und das Ruder in der Rückserie gemeinsam mit dem 18-jährigen in Essen geborenen Frank Mill nicht mehr herumreißen konnte. Youngster Mill schaffte zwar drei Tore, doch auch 20 Treffer von Hrubesch reichten 1977 nicht mehr zum Klassenerhalt.

Sensationelle 52 Tore schossen Hrubesch (41) und Mill (11) zwar 1977/78 in der 2. Bundesliga Nord, doch als Tabellenzweiter scheiterte RWE in den Relegationsspielen gegen den 1. FC Nürnberg am direkten Wiederaufstieg. Hrubesch wechselte nach Saisonende zum Hamburger SV, Mill spielte noch bis 1981 für RWE in der 2. Bundesliga Nord.

Sieben Bundesliga-Tore stehen letztlich bei Helmut Rahn zu Buche. Die erzielte "der Boss" allerdings für den Meidericher SV. Über den 1. FC Köln und den SC Enschede war Rahn 1963 zu den Duisburgern gewechselt, bei denen er bis zum Karriereende 1965 unter Vertrag stand.

Stefan Kusche

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