Historie
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21.01.2009 16:43:36
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Die 70er: Schwarze Stunde, goldenes Jahrzehnt
Der FC Bayern nach dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1975
Mit dem Beginn der 1970er Jahre endete der Trend des Meister-Wechsels in der Bundesliga. Borussia Mönchengladbach gelang es als erster Mannschaft nach Liga-Gründung, den Meistertitel zu verteidigen. Doch dieser Erfolg geriet aufgrund einer Gartenparty auf dem Grundstück von Horst-Gregorio Canellas zur Nebensache.
Der damalige Präsident der Offenbacher Kickers präsentierte ein Tonband, auf dem Telefonate zu hören waren, in denen es um Spielverschiebungen ging. Der Bundesliga-Skandal erschütterte Fußball-Deutschland.
18 Spiele sollen an den letzten acht Spieltagen der Saison 1970/71 manipuliert worden sein. Trauriger "Höhepunkt" war das "Geldspiel" zwischen Schalke 04 und Arminia Bielefeld am 17. April 1971. Doch auch anderswo hatten die im Abstiegskampf befindlichen Mannschaften mit gezinkten Karten gespielt. Am Ende der Ermittlungen von Chefankläger Hans Kindermann, der im Zuge seiner Arbeit Morddrohungen erhalten hatte, standen unzählige Verurteilungen. Sechs Vereinsfunktionäre, zwei Trainer und 52 Spieler wurden gesperrt und bestraft. Desweiteren wurde Arminia Bielefeld und Kickers Offenbach die Lizenz entzogen
Die Fans straften die Bundesliga mit Abwesenheit. Für einige Jahre musste Deutschlands höchste Spielklasse mit einem Zuschauerschwund leben. Da halfen auch die drei aufeinanderfolgenden Meistertitel des FC Bayern München nicht (1971/72, 1972/73, 1973/74). Erst der Weltmeistertitel der deutschen Nationalmannschaft im Sommer 1974 im eigenen Land brachte den Fußball auch in der Bundesliga wieder auf die Siegerstraße.
Nach drei Jahren "Abstinenz" konnte sich Bayerns ärgster Konkurrent Mönchengladbach wieder als Meister feiern lassen. Nun durfte die Borussia den Titel zwei Mal in Folge verteidigen. 1977/78 durchbrach der 1. FC Köln die Phalanx des Duos Borussia/Bayern und im Jahr darauf feierte der Hamburger SV seine erste Deutsche Meisterschaft in der Bundesliga. Das Jahrzehnt endete dann aber wieder "standesgemäß" mit einem weiteren Meistertitel für den FC Bayern.
Die 1970er Jahre standen auch für große Namen und legendäre Fußballer in Deutschland. Udo Lattek verließ die Bayern und beerbte Hennes Weisweiler in Gladbach. Günter Netzer, Jupp Heynckes oder Berti Vogts stehen stellvertretend für den Erfolg der "Fohlen". Rekordspieler Sepp Maier, Rekordtorschütze Gerd Müller oder "Kaiser" Franz Beckenbauer sind nur einige der vielen Stars der Bayern in jenen Jahren.
Auch Spieler internationaler Größe fanden zunehmend den Weg in die Bundesliga. 1976 zahlte der 1. FC Köln als erster Bundesligist eine Ablöse von über eine Million Mark für Roger van Gool. Allan Simonsen zauberte für Mönchengladbach und Kevin "The Mighty Mouse" Keegan brachte den HSV zurück in die Erfolgsspur.
Die Bundesliga boomte und zeigte ihre Klasse auch auf dem internationalen Parkett. In den 1970er Jahren stand in jeder Saison mindestens ein Bundesliga-Verein im Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs. Zwischen 1974 und 1976 gewann der FC Bayern München drei Mal in Folge den Europapokal der Landesmeister, den Vorläufer zur Champions League. Der Hamburger SV sicherte sich die Krone im Europapokal der Pokalsieger (1977) und Mönchengladbach (1975, 1979) sowie Eintracht Frankfurt (1980) gewannen den UEFA-Pokal.
Hier finden Sie weitere Infos zu den Jahrzehnten der Bundesliga-Geschichte:
Die 1960er Jahre: Die Gründerjahre
Die 1980er Jahre: Rekordsummen und Rekord-Bayern
Die 1990er Jahre: TV-Boom, Einheit und Dortmunder Dominanz
Die 2000er Jahre: DFL, Samba und immer wieder Bayern
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
18 Spiele sollen an den letzten acht Spieltagen der Saison 1970/71 manipuliert worden sein. Trauriger "Höhepunkt" war das "Geldspiel" zwischen Schalke 04 und Arminia Bielefeld am 17. April 1971. Doch auch anderswo hatten die im Abstiegskampf befindlichen Mannschaften mit gezinkten Karten gespielt. Am Ende der Ermittlungen von Chefankläger Hans Kindermann, der im Zuge seiner Arbeit Morddrohungen erhalten hatte, standen unzählige Verurteilungen. Sechs Vereinsfunktionäre, zwei Trainer und 52 Spieler wurden gesperrt und bestraft. Desweiteren wurde Arminia Bielefeld und Kickers Offenbach die Lizenz entzogen
Die Fans straften die Bundesliga mit Abwesenheit. Für einige Jahre musste Deutschlands höchste Spielklasse mit einem Zuschauerschwund leben. Da halfen auch die drei aufeinanderfolgenden Meistertitel des FC Bayern München nicht (1971/72, 1972/73, 1973/74). Erst der Weltmeistertitel der deutschen Nationalmannschaft im Sommer 1974 im eigenen Land brachte den Fußball auch in der Bundesliga wieder auf die Siegerstraße.
Nach drei Jahren "Abstinenz" konnte sich Bayerns ärgster Konkurrent Mönchengladbach wieder als Meister feiern lassen. Nun durfte die Borussia den Titel zwei Mal in Folge verteidigen. 1977/78 durchbrach der 1. FC Köln die Phalanx des Duos Borussia/Bayern und im Jahr darauf feierte der Hamburger SV seine erste Deutsche Meisterschaft in der Bundesliga. Das Jahrzehnt endete dann aber wieder "standesgemäß" mit einem weiteren Meistertitel für den FC Bayern.
Die 1970er Jahre standen auch für große Namen und legendäre Fußballer in Deutschland. Udo Lattek verließ die Bayern und beerbte Hennes Weisweiler in Gladbach. Günter Netzer, Jupp Heynckes oder Berti Vogts stehen stellvertretend für den Erfolg der "Fohlen". Rekordspieler Sepp Maier, Rekordtorschütze Gerd Müller oder "Kaiser" Franz Beckenbauer sind nur einige der vielen Stars der Bayern in jenen Jahren.
Auch Spieler internationaler Größe fanden zunehmend den Weg in die Bundesliga. 1976 zahlte der 1. FC Köln als erster Bundesligist eine Ablöse von über eine Million Mark für Roger van Gool. Allan Simonsen zauberte für Mönchengladbach und Kevin "The Mighty Mouse" Keegan brachte den HSV zurück in die Erfolgsspur.
Die Bundesliga boomte und zeigte ihre Klasse auch auf dem internationalen Parkett. In den 1970er Jahren stand in jeder Saison mindestens ein Bundesliga-Verein im Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs. Zwischen 1974 und 1976 gewann der FC Bayern München drei Mal in Folge den Europapokal der Landesmeister, den Vorläufer zur Champions League. Der Hamburger SV sicherte sich die Krone im Europapokal der Pokalsieger (1977) und Mönchengladbach (1975, 1979) sowie Eintracht Frankfurt (1980) gewannen den UEFA-Pokal.
Hier finden Sie weitere Infos zu den Jahrzehnten der Bundesliga-Geschichte:
Die 1960er Jahre: Die Gründerjahre
Die 1980er Jahre: Rekordsummen und Rekord-Bayern
Die 1990er Jahre: TV-Boom, Einheit und Dortmunder Dominanz
Die 2000er Jahre: DFL, Samba und immer wieder Bayern
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