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Welchen Stellenwert hat der Profifussball in Deutschland als Arbeitgeber?

Der professionelle Fußball in Deutschland ist Arbeitgeber von 48.830 Beschäftigten. 17.228 Menschen sind direkt bei den 36 Clubs des Ligaverbandes oder deren Tochtergesellschaften beschäftigt.

Hinzu kommen weitere 31.602 indirekt im Ligabetrieb Beschäftigte, zum Beispiel Mitarbeiter von Sicherheits- und Wachdiensten, Catering-Firmen und Sanitätsdiensten.

Welchen Einfluss hat der Profifussball in Deutschland auf die Wirtschaftskraft?

Der Profifußball erwirtschaftet inklusive angrenzender Bereiche laut McKinsey jährlich einen Ertrag von mehr als fünf Milliarden Euro. Dies entspricht dem Bruttoinlandsprodukt einer mittleren Großstadt. Jeder fünfhundertste Euro des deutschen Bruttoinlandsprodukts kommt somit vom Profifußball.

Welche Bedeutung hat der Profifussball in Deutschland als Steuerzahler?

In der Saison 2013/14 führte der deutsche Profifußball mehr als 875 Millionen Euro an Steuern und Abgaben an das Finanzamt und die Sozialkassen ab - so viel wie nie zuvor.

Allein in den vergangen fünf Jahren hat der Profifußball rund vier Milliarden Euro an Steuern und Abgaben bezahlt.

Welche Rolle spielen die Erlöse aus der Vermarktung der Medienrechte für die Clubs?

Die Clubs wollen weiterhin die Qualität des Profifußballs in Deutschland sichern: modernste Stadien bauen, Topspieler verpflichten und Nachwuchs-Talente weiter fördern. Dies wird unter anderem durch die Mittel aus der Vermarktung der Medienrechte finanziert.

Bis einschließlich der Saison 2016/17 werden insgesamt 2,5 Mrd. Euro aus der zentralen Vermarktung der nationalen Medienrechte an die 36 Proficlubs ausgekehrt.

Die Erlöse aus der Vermarktung in Deutschland gehen zu 80 Prozent an die Clubs der Bundesliga und zu 20 Prozent an die Clubs der 2. Bundesliga. Die Gelder werden nach einem Schlüssel auf die 36 Proficlubs aufgeteilt. Dabei werden die vergangenen fünf Spielzeiten berücksichtigt. Die zuletzt gespielte Saison wird mit dem Faktor 5 gewertet, die vorangegangenen Spielzeiten mit den Faktoren 4,3,2 und 1.

Wie steht es um die wirtschaftliche Lage des deutschen Profifussballs?

In der Saison 2013/14 erwirtschafteten die 18 Bundesliga-Clubs zusammen 2,45 Milliarden Euro an Umsätzen. Das ist eine Steigerung von 12,9 Prozent gegenüber der Vorsaison.

Bemerkenswert ist, dass der Gesamtumsatz seit der Saison 2003/2004 zum zehnten Mal in Folge gesteigert werden konnte.

In der Bundesliga haben 13 von 18 Clubs ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt. Insgesamt weisen 24 der 36 Proficlubs ein positives Ergebnis nach Steuern auf. Auch der 2. Bundesliga gelang eine Steigerung des Umsatzes auf nun 458 Millionen Euro. Hier liegt das Plus gegenüber dem Vorjahr bei 9,2 Prozent.

Wie populär ist die Bundesliga im internationalen Vergleich?

Die Bundesliga ist, gemessen an den Zuschauerzahlen in den Stadien, die weltweit führende Fußballliga. Zu jedem Bundesliga-Spiel kommen durchschnittlich 42.609 Besucher in die Stadien - das entspricht einer Auslastung der Spielstätten von über 90 Prozent. Der Zuschauerschnitt in der 2. Bundesliga lag in der Saison 2013/14 bei 17.853 Zuschauern. Damit ist auch sie unter ihresgleichen führend.

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