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Wirtschaft

Welchen Stellenwert hat der Profifussball in Deutschland als Arbeitgeber?  

Der professionelle Fußball in Deutschland ist Arbeitgeber von mehr als 48.000 Beschäftigten. 17.228 Menschen sind direkt bei den 36 Clubs oder deren Tochtergesellschaften beschäftigt.

Hinzu kommen weitere 31.602 indirekt im Ligabetrieb Beschäftigte, zum Beispiel Mitarbeiter von Sicherheits- und Wachdiensten, Catering-Firmen und Sanitätsdiensten.

Inklusive der angrenzenden Branchen weist eine McKinsey-Studie sogar insgesamt 110.000 Vollzeitstellen aus, die vom professionellen Fußball in Deutschland abhängen - unter anderem bei Gastronomie, Hotels, Sportartikelherstellern und in den Medien. Die 110.000 Vollzeitarbeitsplätze verteilen sich dabei auf mehr als 165.000 Personen.

Welchen Einfluss hat der Profifussball in Deutschland auf die Wirtschaftskraft?  

Der Profifußball erwirtschaftet inklusive angrenzender Bereiche laut McKinsey jährlich einen Ertrag von 7,9 Milliarden Euro. Dies entspricht rund jedem 350. Euro des deutschen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2014.

Welche Bedeutung hat der Profifussball in Deutschland als Steuerzahler?  

In der Saison 2013/14 führte der deutsche Profifußball rund 875 Millionen Euro an Steuern und Abgaben an das Finanzamt und die Sozialkassen ab - so viel wie nie zuvor. In den vergangen vier Jahren hat der Profifußball dem Staat nahezu vier Milliarden Euro an Steuern und Abgaben eingebracht.

Betrachtet man das gesamte System Profifußball, also die gesamte vom Profifußball angestoßene Wirtschaftstätigkeit, belaufen sich laut McKinsey die Nettoeinnahmen des Staates auf 2,3 Milliarden Euro im Jahr.

Welche Rolle spielen die Erlöse aus der Vermarktung der Medienrechte für die Clubs?  

Die Clubs wollen weiterhin die Qualität des Profifußballs in Deutschland sichern: modernste Stadien bauen, Topspieler verpflichten und Nachwuchs-Talente weiter fördern. Dies wird unter anderem durch die Mittel aus der Rechtevermarktung finanziert.

Während der aktuellen Rechteperiode bis einschließlich der Saison 2016/17 werden insgesamt 2,5 Mrd. Euro aus der zentralen Vermarktung der Bundesliga-Medienrechte an die 36 Clubs ausgekehrt.

Die Erlöse aus der Vermarktung in Deutschland gehen zu etwa 80 Prozent an die Clubs der Bundesliga und zu rund 20 Prozent an die Clubs der 2. Bundesliga. Die Gelder werden nach einem Schlüssel auf die 36 Proficlubs aufgeteilt.

Wie steht es um die wirtschaftliche Lage des deutschen Profifussballs?  

In der Saison 2013/14 erwirtschafteten die 18 Bundesliga-Clubs zusammen 2,45 Milliarden Euro an Umsätzen, macht 12,9 Prozent mehr Umsatz gegenüber der Vorsaison. Das gab es in der Bundesliga-Geschichte noch nie.

Besonders bemerkenswert dabei ist, dass seit der Saison 2003/04 zehn Mal in Folge der Gesamtumsatz der Bundesliga gesteigert werden konnte und dieser heute mehr als doppelt so hoch liegt wie vor zehn Jahren.

In der Bundesliga haben 13 von 18 Clubs ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt. Auch der 2. Bundesliga gelang eine Steigerung des Umsatzes. Hier liegt das Plus bei 9,2 Prozent und ließ den Umsatz auf 458 Millionen Euro klettern.

Wie steht die Bundesliga im Europäischen Vergleich da?  

Die Bundesliga ist, gemessen an den Zuschauerzahlen in den Stadien, die weltweit führende Fußballliga. Zu jedem Bundesliga-Spiel kommen durchschnittlich 42.609 Besucher in die Stadien - das entspricht einer Auslastung der Spielstätten von 91 Prozent. Der Zuschauerschnitt in der 2. Bundesliga lag in der Saison 2014/15 bei 17.613 Zuschauern.

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