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Welchen Stellenwert hat der Profifussball in Deutschland als Arbeitgeber?

Der professionelle Fußball in Deutschland ist Arbeitgeber von mehr als 45.000 Beschäftigten. 15.546 Menschen sind direkt bei den 36 Clubs oder deren Tochtergesellschaften beschäftigt, davon nahezu zwei Drittel (66 Prozent) in der Bundesliga.

Hinzu kommen weitere 29.668 indirekt im Ligabetrieb Beschäftigte, zum Beispiel Mitarbeiter von Sicherheits- und Wachdiensten, Catering-Firmen und Sanitätsdiensten.

Inklusive der angrenzenden Branchen geht eine McKinsey-Studie sogar von insgesamt 110.000 Voll- und Teilzeitstellen aus, die vom professionellen Fußball in Deutschland abhängen - unter anderem bei Gastronomie, Hotels, Sportartikelherstellern und in den Medien.

Welchen Einfluss hat der Profifussball in Deutschland auf die Wirtschaftskraft?

Der Profifußball erwirtschaftet inklusive angrenzender Bereiche laut McKinsey jährlich einen Ertrag von mehr als fünf Milliarden Euro. Dies entspricht dem Bruttoinlandsprodukt einer mittleren Großstadt. Jeder fünfhundertste Euro des deutschen Bruttoinlandsprodukts kommt somit vom Profifußball.

Welche Bedeutung hat der Profifussball in Deutschland als Steuerzahler?

In der Saison 2012/13 führte der deutsche Profifußball rund 850 Millionen Euro an Steuern und Abgaben an das Finanzamt und die Sozialkassen ab - so viel wie nie zuvor.

Das sind 6,7 Prozent mehr im Vergleich zur Vorjahressaison und sogar 21,5 Prozent mehr als in der Spielzeit 2009/2010. Allein in den vergangen vier Jahren hat der Profifußball dem Staat mehr als drei Milliarden Euro an Steuern und Abgaben eingebracht.

Welche Rolle spielen die Erlöse aus der Vermarktung der Medienrechte für die Clubs?

Die Clubs wollen weiterhin die Qualität des Profifußballs in Deutschland sichern: modernste Stadien bauen, Topspieler verpflichten und Nachwuchs-Talente weiter fördern. Dies wird unter anderem durch die Mittel aus der Rechtevermarktung finanziert.

In den nächsten vier Jahren bis einschließlich der Saison 2016/17 werden insgesamt 2,5 Mrd. Euro aus der zentralen Vermarktung der Bundesliga-Medienrechte an die 36 Clubs ausgekehrt.

Die Erlöse aus der Vermarktung in Deutschland gehen zu 80 Prozent an die Clubs der Bundesliga und zu 20 Prozent an die Clubs der 2. Bundesliga. Die Gelder werden nach einem Schlüssel auf die 36 Proficlubs aufgeteilt. Hierbei fließt  die Platzierung jeweils am Ende der letzten 4 Spielzeiten sowie der aktuellen Saison in eine Tabelle ein. Der erstplatzierte Club der ersten Liga erhält das Doppelte des Clubs auf Platz 18. In der zweiten Bundesliga beträgt dieser Faktor 2,25.

Wie steht es um die wirtschaftliche Lage des deutschen Profifussballs?

In der Saison 2012/13 erwirtschafteten die 18 Bundesliga-Clubs zusammen 2,17 Milliarden Euro an Umsätzen, macht 4,4 Prozent mehr Umsatz gegenüber der Vorsaison. Das gab es in der Bundesliga-Geschichte noch nie.

Besonders bemerkenswert dabei ist, dass seit der Saison 2003/04 neun Mal in Folge der Gesamtumsatz der Bundesliga gesteigert werden konnte und dieser heute fast doppelt so hoch liegt wie vor zehn Jahren.

In der ersten Bundesliga haben 12 von 18 Clubs ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt. Insgesamt weisen 21 der 36 Proficlubs ein positives Ergebnis nach Steuern auf. Auch der 2. Bundesliga gelang eine Steigerung des Umsatzes. Hier liegt das Plus bei 9,1 Prozent und ließ den Umsatz auf 419,4 Millionen Euro klettern.

Wie steht die Bundesliga im Europäischen Vergleich da?

Die Bundesliga ist, gemessen an den Zuschauerzahlen in den Stadien, die weltweit führende Fußballliga. Zu jedem Bundesliga-Spiel kommen durchschnittlich 42.125 Besucher in die Stadien - das entspricht einer Auslastung der Spielstätten von 91 Prozent. Der Zuschauerschnitt in der 2. Bundesliga lag in der Hinrunde 2013/14 bei 17.497 Zuschauern.

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