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Wie viel Geld investieren die Proficlubs in die Nachwuchsförderung?

Seit 2001 sind insgesamt über 820 Millionen Euro in die Nachwuchsförderung geflossen. In der Saison 2012/2013 lagen die Ausgaben für die Jugend, die Amateure und die Leistungszentren bei 105,7 Millionen Euro.

Wie hilft der Profifussball Jugendlichen?

Fußballspieler haben gesellschaftliche Vorbildrollen inne - sie dienen Jugendlichen als Identifikationsfiguren und vermitteln so Leistungsbewusstsein, eine positive Lebenseinstellung und den Wert von Teamgeist und Verantwortung. Die Studie "Deutschland braucht den Superstar" der EBS Universität für Wirtschaft und Recht zeigt auf, dass die Fußball-Stars 40 Prozent der befragten Jugendlichen unter 18 dazu anspornen, selber mehr Sport zu treiben.

Über 60 Prozent der jugendlichen Fans sehen in ihrem Lieblingsspieler auch ein persönliches Vorbild. Über die Hälfte der Jugendlichen wird durch die Identifikation mit den Sportlern dazu animiert, sich auch in anderen Lebensbereichen mehr zu engagieren.

Dieser Möglichkeit, die große Popularität des Fußballs zu nutzen, ist sich der Profifußball in Deutschland bewusst und fördert im Rahmen der gemeinnützigen Arbeit von Clubs, ehemaligen und aktuellen Spielern sowie der Bundesliga-Stiftung hauptsächlich Projekte, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richten.

Allein durch die Maßnahmen der 36 Proficlubs werden rechnerisch in Deutschland drei von 100 Kindern unter 12 erreicht. Drei Viertel der von der Bundesliga-Stiftung geförderten Projekte kommen Kindern und Jugendlichen zugute.

Welche Einfluss hat der Profifussball bei der Integration ausländischer Mitbürger und Migranten?

In den Leistungszentren der Clubs wird die Integration von Ausländern und Migranten aktiv gefördert - hier werden jungen Spielern wichtige Grundlagen für ihren weiteren Lebensweg vermittelt: den Wert von Bildung und Ausbildung als Weg zu einer dauerhaften und erfolgreichen Integration.

Die jungen Fußballspieler in den Leistungszentren haben mehr Kontakt zu ihren deutschen Altersgenossen und fast alle wollen langfristig in Deutschland leben. Eine Studie der EBS Universität für Wirtschaft und Recht zur Integration durch Profifußball ergab, dass sich 70% der befragten jungen Spieler, unabhängig von ihrer Herkunft mit der deutschen Kultur gut oder sehr gut identifizieren können.

Sprachkenntnisse und Bildung sind eine grundlegende Voraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Unter den in Leistungszentren trainierten Jugendlichen wünschen sich zwei Drittel der Deutschen mit Migrationshintergrund und 61 Prozent der ausländischen Spieler, ihre Schullaufbahn mit dem Abitur abzuschließen.

Neben den Leistungszentren als Hort der Integration werden auch im Rahmen der Bundesliga-Stiftung Projekte zur Integration von Migranten und ausländischen Mitbürgern gefördert, darunter "Lernort Stadion", "Fußball trifft Kultur", "Mitternachtssport" und die Kampagne "Integration. Gelingt spielend."

Welche Schwerpunkte setzt der deutsche Profifussball im Bereich sozial-gesellschaftlicher Verantwortung?

Das bürgerschaftliche Engagement des Profifußballs in Deutschland zielt zum überwiegenden Teil auf Projekte, die sich gezielt an Kinder und Jugendlichen richten. Einer aktuellen Studie der Bundesliga-Stiftung zufolge kommen mit dem Engagement der Bundesliga-Stiftung, der 36 Clubs sowie von Stiftungen ehemaliger und aktueller Spieler jährlich 20 Millionen Euro bei über 300 geförderten Projekten zusammen.

Die Proficlubs allein setzen sich jedes Jahr mit rund 15 Millionen Euro für wohltätige Zwecke ein. Von dem meist regionalen Engagement haben so in der vergangenen Spielzeit rund 750.000 Menschen profitiert. 

Die Bundesliga-Stiftung ergänzt diese Angebote durch die Förderung ausgewählter Partner und Projekte, von denen 70 Prozent bundesweit tätig sind. Sie nutzt die Popularität und Reichweite des Fußballs, um in Deutschland neben Kindern und Jugendlichen auch Menschen mit Behinderung sowie Sportler anderer Sportarten nachhaltig und gezielt zu fördern. Die Förderung von Integration und Gewaltprävention ist darüber hinaus ein großes Anliegen der Stiftungsarbeit. Die Bundesliga-Stiftung erreicht mit konkreten Maßnahmen so 28.000 Menschen in über 50 Projekten. Allein im letzten Geschäftsjahr hat die Stiftung hierfür 2,4 Millionen Euro aufgewandt.

Weitere Stiftungen aktueller und ehemaliger Bundesliga-Profis kommen auf ein Ergebnis im Wert von 3 Millionen Euro, dies kommt zu 90 Prozent Kindern und Jugendlichen zugute.

Wo setzt der Profifussball Schwerpunkte in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit?

Die Clubs der Bundesliga betreiben rund 50 Umweltprojekte, die Clubs der 2.  Bundesliga engagieren sich in 27 Projekten.

Die Clubs setzen Schwerpunkte bei der Erzeugung und Einsparung von Energie, im Hinblick auf die effizientere Nutzung von Wasser sowie bei der Reduzierung von Emissionen und Abfall.

Ein Großteil der Umwelt-Projekte der Clubs fällt mit rund 39 Prozent in den Bereich der Energie. Jährlich werden mindestens 5,3 Millionen Kilowattstunden Strom durch Maßnahmen wie Solardächer auf den Stadien der Profi-Clubs eingespart.

Weitere Schwerpunkte bilden die effizientere Nutzung von Wasser: Grundwasserbrunnen oder Auffangbecken helfen den Wasserverbrauch für die Berieselung der Rasenflächen zu begrenzen. So können pro Jahr 50 Millionen Liter Wasser eingespart werden.

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