EURO 2016

07.06.2016 - 15:44 Uhr


Österreich setzt auf geballte Bundesliga-Power

Bayern-Star David Alaba spielt im Team von Trainer Marcel Koller eine herausragende Rolle

Köln - Unter Trainer Marcel Koller hat sich österreichische Nationalmannschaft zu einem veritablen Achtelfinal-Anwärter bei der EURO 2016 entwickelt. Um bei dem Turnier in Frankreich die große Überraschung zu schaffen, dafür sollen vor allem die 15 Profis der Bundesliga sowie der 2. Bundesliga sorgen, die den 23er-Kader der Alpenrepublik so stark machen. Dabei ragt ein Trio besonders hervor.

Seit seinem Amtsantritt im November 2011 führte Marcel Koller die österreichische Nationalmannschaft von Platz 72 der FIFA-Rangliste auf Rang 10. Nicht zuletzt nach einer sensationellen Qualifikation Österreichs, das sich als ungeschlagener Gruppensieger das Ticket für die EM-Endrunde sicherte, gilt die Mannschaft um den Star des FC Bayern München, David Alaba, zumindest als ernstzunehmender Anwärter auf die K.o.-Runde.

Auch Baumgartlinger eine Bank

Um sich in der Vorrundengruppe F neben Island, Portugal und Ungarn für die Runde der besten Sechzehn zu qualifizieren, dafür sollen insbesondere die Erfolgsgaranten aus der Bundesliga sorgen. Dabei kann Koller vor allem auf die internationale Erfahrung von "DA27" bauen. Österreichs fünfmaliger Fußballer des Jahres, zuletzt im internationalen Voting der Twitter-User bei @bundesliga_de und @bundesliga_en als bester Linksverteidiger in die Top-11 der Saison gewählt, bildet das solide Defensiv-Fundament im ÖFB-Team. Dort agiert der 23-Jährige im Gegensatz zu den Bayern im defensiven Mittelfeld zumeist an der Seite von Julian "Baumi" Baumgartlinger, der jüngst vom 1. FSV Mainz 05 zu Bayer 04 Leverkusen wechselte. In Baumgartlinger, nach Granit Xhaka zweikampfstärkster Spieler der abgelaufenen Bundesliga-Saison, findet Nationalcoach Koller die zweite Säule des Erfolgs.

Junuzovic unverzichtbar

Während Alaba als Schaltzentrale das Rückgrat bildet, setzt Zlatko "Sladdi" Junuzovic die entscheidenden Akzente im offensiven Mittelfeld. Der Spielmacher, der sich mit Werder Bremen am letzten Bundesliga-Spieltag den Klassenerhalt gesichert hatte, ist im taktischen System von Koller unverzichtbar. "Man kann in unseren Spielen sehr, sehr gut sehen, dass wir in den letzten vier Jahren eine Entwicklung genommen haben. Unser Spiel hat sich verändert. Wir sind eine Mannschaft, die guten Fußball spielen kann, defensiv gut agiert, hoch steht und vorne sehr gut presst", stellte Alaba der Mannschaft und insbesondere seinem Trainer vor der ultimativen EM-Prüfung ein glänzendes Reifezeugnis aus und hofft auf den Coup: "Sicher stehen wir nicht bei allen auf dem Zettel ganz oben, aber ich traue uns sehr viel zu."

Neben Alaba, Baumgartlinger und Junuzovic ergänzen 12 weitere Profis der Bundesliga sowie der 2. Bundesliga den Kader Österreichs für das Turnier in Frankreich. Hier eine Übersicht über alle 15 Legionäre:

"Wir werden nie zurückstecken, nie ängstlich sein, Vollgas geben und im positiven Sinne des Wortes provozieren", kündigte Koller einen leidenschaftlichen Kampf an. Angesichts der beeindruckenden Serie von zuletzt zweieinhalb Jahren ohne Pflichtspielniederlage darf dies wohl mit Fug und Recht als ernsthafte Kampfansage verstanden werden.

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