Was passiert, wenn zwei Teams punkt- und torgleich sind?
Bei Punktgleichheit in der Bundesliga und der 2. Bundesliga werden nachstehende Kriterien in der aufgeführten Reihenfolge zur Ermittlung der Platzierung herangezogen:
- die nach dem Subtraktionsverfahren ermittelte Tordifferenz
- Anzahl der erzielten Tore
- das Gesamtergebnis aus Hin- und Rückspiel im direkten Vergleich
- die Anzahl der auswärts erzielten Tore im direkten Vergleich
- die Anzahl aller auswärts erzielten Tore
- Ist auch die Anzahl aller auswärts erzielten Tore gleich, findet ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz statt
Wie viele EU und NICHT-EU-Ausländer dürfen in der Bundesliga und 2. Bundesliga spielen?
Zur Saison 2006/2007 wurde die Ausländerbegrenzung definitiv aufgehoben - darauf einigten sich Ligaverband und Deutscher Fußball-Bund (DFB) am 21. Dezember 2005 im Rahmen einer Mitgliederversammlung. Dementsprechend wurde die bei der UEFA praktizierte Local-Player-Regelung zur Förderung des Nachwuchses eingeführt, gleichzeitig entfiel die damals geltende Limitierung von Nicht-UEFA-Ausländern.
In der Spielzeit 2006/2007 mussten mindestens vier, in der Spielzeit 2007/2008 mindestens sechs und in der Spielzeit 2008/2009 mindestens acht lokal ausgebildete Spieler bei dem Verein/der Kapitalgesellschaft als Lizenzspieler unter Vertrag stehen.
Ein vom Club ausgebildeter Spieler ist ein Spieler, der in drei Spielzeiten/Jahren im Alter zwischen 15 und 21 Jahren für den Verein/die Kapitalgesellschaft spielberechtigt war. Ein vom Verband ausgebildeter Spieler ist ein Spieler, der in drei Spielzeiten/Jahren im Alter zwischen 15 und 21 Jahren für einen Verein/eine Kapitalgesellschaft im Bereich des DFB spielberechtigt war.
Wie gestaltet sich der Ausländeranteil in der Bundesliga und 2. Bundesliga?
Insgesamt sind in der Bundesliga und 2. Bundesliga 1021 Lizenzspieler in den 36 Vereinen aktiv, davon 548 in der Bundesliga und 473 in der 2. Bundesliga.
In der Bundesliga sind 249 ausländische Spieler aktiv, was einen Ausländeranteil von 45 Prozent ergibt.
In der 2. Bundesliga spielen 145 Spieler ausländischer Herkunft, was einen Ausländeranteil von 31 Prozent ergibt (Stand November 2009).
Wie erfolgt die Terminfestsetzung für Bundesliga und 2. Bundesliga?
Die Erstellung des Spielplanes ist ein äußerst schwieriger Prozess, bei dem unterschiedliche Interessen und Vorgaben koordiniert werden müssen.
So trägt sich zunächst der Weltverband FIFA mit seinen Länderspielterminen in den nationalen Kalender ein. Danach verfährt die UEFA ebenso mit den Terminen für die europäischen Clubwettbewerbe wie Champions League und UEFA-Cup. Im Anschluss zurrt die DFL in Abstimmung mit dem DFB wegen des DFB-Pokals den nationalen Rahmenterminkalender fest.
Des Weiteren entsteht durch die Fernsehverträge ein festes Gerüst, das festgelegte Anteile am jeweiligen Spieltag vorgibt (zum Beispiel für die 2. Bundesliga drei Spiele freitags, zwei samstags, drei sonntags und eins montags).
Am Saisonende müssen die Planer natürlich die sportliche Qualifikation der Clubs für die jeweiligen Ligen abwarten sowie den 15. Juni als Stichtag, an dem entschieden wird, ob die qualifizierten Vereine die Voraussetzungen des Lizenzierungsverfahrens erfüllt haben.
Danach können die konkreten Planungen beginnen, doch auch hier bestimmen spezifische Vorgaben die Ansetzungen. Doppelnutzungen der Spielstätten, wie zum Beispiel in München durch den FC Bayern und den TSV 1860, müssen ebenso berücksichtigt werden wie Sicherheitsaspekte, die mit der Zentralen Informationsstelle für Sicherheit (ZIS) koordiniert werden. Sogenannte "Doppler" sollen ausgeschlossen werden. (Beispiel: Vermeidung eines zeitgleichen Heimspiels von Borussia Dortmund und Schalke 04).
Dazu kommen noch die Wünsche der Clubs wegen Drittveranstaltungen in den Stadien, zum Beispiel ein Leichtathletik-Meeting oder ein Konzert, sowie die Probleme durch unterschiedliche Feiertagsregelungen in den einzelnen Bundesländern und parallel ausgetragene Events wie Kirchentage oder Messen. Selbstverständlich finden auch die Interessen der Fans Eingang in die Planung, um beispielsweise zu lange Auswärtsfahrten bei Sonntagsspielen zu vermeiden.
Wie funktioniert die Fairplay-Wertung?
Drei Startplätze für die UEFA Europa League werden über die "Respekt-Fairplay-Wertung" der UEFA verliehen. Die Fairplay-Bewertungen werden von einem offiziellen UEFA-Delegierten vorgenommen, entscheidend sind dabei Kriterien wie positives Spiel, Respekt vor dem Gegner und dem Schiedsrichter, das Benehmen der Zuschauer und der Club-Offiziellen sowie die Anzahl der Gelben und Roten Karten. Maßgeblich für diese Wertung sind alle Europapokal- oder Pflicht-Länderspiele des Verbandes.
Die drei Startplätze gehen automatisch an die drei bestplatzierten Verbände. Das heißt, im Gegensatz zu früher gibt es künftig keine Auslosung von zwei Plätzen zwischen den bestplatzierten Verbänden mehr.
Diese drei nationalen Verbände sind angehalten, den jeweiligen Platz an den Erstligisten weiterzureichen, der die nationale Fairplay-Tabelle gewonnen hat. Sollte dieser Klub sich schon für einen UEFA-Wettbewerb qualifiziert haben, rückt der zweitplatzierte Club der Fairplay-Wertung nach, usw. Theoretisch wäre es sogar denkbar, dass sich ein Absteiger aus der ersten Liga für die UEFA Europa League qualifiziert, sollte er sich in den letzten Monaten durch außerordentliche Fairness hervorgetan haben. Voraussetzung ist natürlich für alle Clubs, dass sie in Besitz der obligatorischen UEFA-Clublizenz sind.
Ende der Saison 2007/2008 hat Hertha BSC über die Fairplay-Wertung den Sprung in den UEFA-Cup geschafft. Die UEFA hatte der Bundesliga einen entsprechenden Teilnehmerplatz zugelost. Zuvor hatte der 1. FSV Mainz 05 im Jahr 2005 auf diese Weise den Weg in den UEFA-Cup geschafft.
Wann dürfen Transfers in der Bundesliga getätigt werden?
Mit dem Abpfiff am letzten Spieltag einer jeden Saison beginnt für die 36 Manager schon wieder die Vorbereitung auf die neue Saison. Denn am 1. Juli startet die Wechselperiode I. Bis zum 31. August dürfen die Clubs ihre Kader personell verstärken. Allerdings müssen die neu zu verpflichtenden Spieler zunächst auf die Transferliste gesetzt werden - was täglich bis 12 Uhr per Antrag bei der DFL möglich ist. Die Transferliste wird vom Ligaverband täglich von Montag bis Freitag
hier aktualisiert.
Die Wechselperiode II beginnt am 1. Januar und endet am 31. Januar.
Nach welchen Kriterien werden die Schlüsselzahlen festgelegt und was bedeuten sie?
Schlüsselzahlen geben an, in welcher Systematik bzw. Reihenfolge die Vereine innerhalb einer Saison gegeneinander spielen.
Wie lauten die (Vereins-) Schlüsselzahlen?
Anhand der Vereinsschlüssel (wechseln jede Saison) werden die Begegnungen der Bundesliga festgelegt. Hier können Sie die aktuellen Vereinsschlüssel der Saison 2012/2013 und das jeweils dazu gehörende Schlüsselzahlentableau erfahren:
Bundesliga
2. Bundesliga
Wie lauten die Adressen der Vereine?
Hier finden Sie alle Adressen der Vereine und Kapitalgesellschaften.