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DFL

19.02.2016 - 12:30 Uhr


Erfolgreicher "Fachtag Vielfalt und Antidiskriminierung" in Hannover

Hannover - Fußball begeistert Menschen aus aller Welt und quer durch alle sozialen Schichten. Diese Heterogenität ist ein hohes Gut der Bundesliga. Beim dritten "Fachtag Vielfalt und Antidiskriminierung" der DFL Deutsche Fußball Liga wurde intensiv daran gearbeitet, dass sich alle Fans auch in Zukunft unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder der Hautfarbe im Stadion wohl fühlen.

Gastgeber der Veranstaltung mit mehr als 40 Fan- und Sicherheitsbeauftragten, Veranstaltungsleitern, Vertretern der CSR-Abteilungen der Clubs sowie von Aussteigerprogrammen wie EXIT Deutschland war am 16. Februar war neben der DFL Hannover 96.

Der Rahmen hätte kaum passender sein können: Während Thomas Schneider, Leiter Fanangelegenheiten der DFL, die Teilnehmer begrüßte, wurde im Innenraum der HDI-Arena ein neuer Rasen verlegt. Eine ordentliche Spielfläche ist eine der Grundbedingungen für ein gutes Fußballspiel. Und um  andere wichtige Rahmenbedingungen beim Fußball ging es oben auf der Tribüne.

Fußball als Integrationsmotor

"Der Fußball hat eine wichtige Rolle als Integrationsmotor", sagte Thomas Schneider, Leiter Fanangelegenheiten der DFL, zum Auftakt über die  soziale Verantwortung der Bundesliga Im Anschluss beleuchteten Julia Ebert (Fanbeauftragte SV Werder Bremen), Daniela Wurbs (Football Supporters Europe) und Christoph Ruf (freier Journalist) die aktuelle Lage in den deutschen und den europäischen Fanszenen. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Robert Claus von der Kompetenzgruppe "Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit" (KoFaS), der maßgeblich an der Gestaltung und Planung des Fachtags beteiligt war.

Dabei wurde deutlich, dass aktuelle politische Diskussionen wie die Flüchtlingsthematik natürlich auch auf den Tribünen und in den Clubs eine Rolle spielen und sich viele Kurven in Deutschland klar gegen Diskriminierung und für ein vorurteilfreies Miteinander positioniert haben. "Wir können froh sein, dass wir so eine aktive Fanszene haben, die an immer mehr Standorten gemeinsam mit den Clubs Maßnahmen entwickeln, die dafür sorgen, dass wir eigentlich keinen Raum für rechtsextremistische Orientierungen in den Kurven haben", sagte Schneider. Er betonte aber auch, dass man diesen Umstand nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfe, sondern immer wachsam gegenüber rechten Strömungen bleiben müsse.

Danach teilten sich die Teilnehmer auf vier Workshops auf. Unter anderem beschäftigten sie sich mit der Frage, wie Vielfalt und Antidiskriminierung in der Fanarbeit gefördert werden oder mit welchem Netzwerkpartner die Clubs zusammenarbeiten können.

Abschließend waren sich alle Beteiligten einig, dass das Konzept der kleinen Gruppen genau richtig gewählt war. "Ich freue mich schon auf den vierten Teil", sagte Schalkes Fanbeauftragter Daniel Koslowski. Diesen Ball nahm Schneider gerne auf: "Wir werden mit den Fachtagen weiter machen. Die Bundesliga steht auf Seiten der Opfer und sendet damit ein deutliches Signal, dass wir Menschenfeindlichkeit nicht tolerieren."

Florian Reinecke

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