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Anspruch und Wirklichkeit: 1860 bleibt im Mittelmaß

Die Generation Lauth sagt Goodbye: 1860 Münchens Rekordtorschütze Benjamin Lauth verlässt den Verein, der erneut das große Ziel Aufstieg verpasst hat (© Imago)

Das große Highlight der Saison war das Pokal-Match gegen Borussia Dortmund. Dort scheiterte Sechzig erst in der Verlängerung (© Imago)

Auch Aufstiegs-Experte Friedhelm Funkel scheiterte in München. Ihm folgte Interimscoach Markus von Ahlen, der die Saison immerhin auf Rang 7 beendete

München - Der Aufstieg hat es sein sollen - mal wieder. Das Mittelfeld ist es geworden - mal wieder. Anspruch und Realität bei 1860 München klafften erneut weit auseinander und nach der mittlerweile zehnten Zweitligasaison steht fest: Es wird und muss sich einiges ändern beim TSV, nachdem die Generation Lauth abgetreten ist.

Der Abschied von Ex-Nationalspieler und Rekordtorschütze Benjamin Lauth steht definitiv für einen Wendepunkt bei den Löwen, denn auch ein neuer Trainer kommt zur neuen Saison. Der neue Sportdirektor Gerhard Poschner hat viel Arbeit vor sich, neben Lauth verabschiedet sich aus dem aktuellen Kader auch Routinier Daniel Bierofka. Zudem wird Yuya Osako schwer zu halten sein.

Trainerwechsel zu Funkel: Einziges Highlight BVB

Dass WM-Fahrer Osako (sechs Tore und drei Vorlagen in 14 Spielen) im Winter überhaupt verpflichtet wurde, lag an der erneut durchwachsenen Hinrunde der Löwen. Nach Rang 6 im Vorjahr, dem besten Ergebnis seit dem Abstieg, setzten die Verantwortlichen zunächst weiter auf Ex-U21-Trainer Alexander Schmidt und Sportchef Florian Hinterberger. Nach einem 0:2 gegen Sandhausen war trotz Platz 6 schon nach sechs Spieltagen Schluss für Schmidt - Aufstiegs-Experte Friedhelm Funkel sollte es richten.

In der Liga hatte dies nicht den gewünschten Effekt, bis zum 13. Spieltag war der TSV auf Platz 14 abgestürzt. Highlight bei dieser Durststrecke war ein starker Pokalfight gegen Champions-League-Finalist Borussia Dortmund, den die Funkel-Elf erst in der Verlängerung verlor. In der Liga blieben die Leistungen weiter zu unkonstant. Starke Spiele gegen Top-Teams wie Köln (0:0) und Fürth (1:0) wechselten sich mit ideenlosen Auftritten gegen Abstiegskandidaten wie Dresden (1:3) und Ingolstadt (0:2) ab.

Starkes Saisonfinish dank Osako und von Ahlen

Die Winterneuzugänge um den stets trickreichen und torgefährlichen Japaner Osako sowie Ex-Sevilla-Profi Markus Steinhöfer und Hoffenheims Andreas Ludwig sorgten zwar für etwas neuen Schwung und mehr Punkte. Doch bis in die Phase vor dem Saisonfinale entsprachen die Leistungen der Löwen erneut eben genau dem, das der Tabellenplatz am Schluss aussagt: Sie waren mittelmäßig. So scheiterte auch Funkel. Co-Trainer Markus von Ahlen schaffte in einem guten Saisonfinish immerhin noch Rang 7.

Dass der ehemalige Erfolgscoach der Löwen-Reserve am Ruder bleibt, scheint sehr unwahrscheinlich. Investor Hasan Ismaik sehnt sich seit langem nach einer prominenteren Lösung. Wen auch immer Sportdirektor Poschner aus dem Hut zaubert: Er wird sich mit den unverändert hohen Ansprüchen in München messen müssen.

Christoph Gschoßmann

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