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Neuer Kader, neues Glück?

Im Zillertal hat sich die SpVgg Greuther Fürth die nötige Fitness für die kommende Saison geholt (© imago)

Fürth - Geht es nach den Fans der Spielvereinigung Greuther Fürth, dürfte der Verein gleich in der kommenden Saison den Aufstieg in die Bundesliga feiern. Doch das sollte schwierig werden, schließlich haben viele Leistungsträger den Verein verlassen. Trainer Frank Kramer darf man allerdings zutrauen, wieder eine starke Mannschaft zu formen (zur Transferübersicht).

Noch Anfang Juli hätte man in Fürth insgeheim wohl zugegeben, dass man auch in der kommenden Saison die Aufstiegsränge im Visier hat. Warum auch nicht? Schließlich hatte das „Kleeblatt“ auch in der Spielzeit 2013/2014 weniger Geld als mancher Konkurrent zur Verfügung, der schließlich neidisch mitansehen musste, wie eine neuformierte Mannschaft aus Nobodies fast den Wiederaufstieg geschafft hätte und äußerst unglücklich in den Relegationsspielen am Hamburger SV scheiterte.

Dass Leistungsträger wie Mergim Mavraj oder Zoltan Stieber in die erste Liga wechseln würden, stand lange fest. Doch dann erschütterte die nächste Hiobsbotschaft die Anhängerschaft, als am 3. Juli die Abgänge von Tim Sparv, Daniel Brosinski und Nikola Djurdjic vermeldet wurden. Umso wichtiger, dass Kapitän und Leistungsträger Wolfgang Hesl an Bord bleibt (zum Interview).

Fast vergessene Erfolge

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Fans der Spielvereinigung machen immer wieder die gleiche Erfahrung: Wenn sie von den drei Meisterschaften des Vereines erzählen (Foto, © imago), ernten sie ungläubige Blicke. Zu lange her liegen die Heldentaten der Jahre 1914, 1926 und 1929 zurück, um im kollektiven Gedächtnis aller Fußballfreunde einen Platz zu haben. Kein Wunder, schließlich stieg die SpVgg Fürth nach Jahrzehnten der Zweitklassigkeit 1987 gar in die Landesliga ab.

 1996 nahm der Verein nach dem Beitritt der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth den heutigen Namen SpVgg Greuther Fürth an. Seit 1997 gehört der Club wieder zum festen Inventar der 2. Bundesliga. 2012/2013 spielte man in der Bundesliga (Statistik). Geht es nach den Fans, muss der nächste Aufstieg nicht lange auf sich warten lassen. Doch Präsident Helmut Hack und Trainer Frank Kramer wissen, dass das der derzeitige Kader wohl nicht hergeben wird.

Neuzugänge ziehen mit

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Dazu besteht auch kein Anlass, schließlich konnten ja auch einige Neuverpflichtungen getätigt werden, um die die Fürther in der Branche beneidet werden. Florian Mohr (29, St. Pauli) ist ein zweitligaerfahrener Innenverteidiger, Marco Stiepermann (23, Cottbus) und Zhi Gi Lam (23, HSV) haben ihre Klasse ebenfalls schon nachgewiesen und Robert Zulj (22, RB Salzburg) zeigte in den Vorbereitungsspielen, dass er weiß, wo das Tor steht. Und da wäre noch der Transfer von Rückkehrer Stephan Schröck (27, Eintracht Frankfurt,Foto, © imago). Das Eigengewächs genießt in Fürth längst Heldenstatus. Zudem hat Trainer Frank Kramer in der vergangenen Saison gezeigt, wie gut er junge Talente einbauen kann. Mit den Fürthern ist durchaus zu rechnen (zum Kader).

Des Trainers Optimismus

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Trainer Frank Kramer (Foto) war einer der ersten, der nach dem Nackenschlag der Relegation und den vielen Abgängen wieder Optimismus verbreitete. Zu den Aufstiegskandidaten könne man nach dem Aderlass nicht mehr gezählt werden. Doch das sei kein Grund, Trübsal zu blasen. "Das ist eine Chance, weil jeder von uns weiß, dass wir uns alles wieder erarbeiten müssen", sagte Kramer nach dem Trainingslager in Oberösterreich. "Die ganze Truppe hat gut mitgezogen, keiner hat gejammert oder genörgelt."

Christoph Ruf

Top-Fakten, Stärken, Schwächen:

  • Fürth bestritt 888 Spiele in der 2. Bundesliga (SpVgg Fürth und Greuther Fürth zusammen) - historisch nur Alemannia Aachen und Fortuna Köln mehr.
  • Immer oben dabei: Fürth stand 13/14 27 Mal auf einem direkten Aufstiegsplatz, am Ende reichte es aber nur zu Platz drei.
  • Fürth erzielte 13/14 die meisten Tore (64).
  • Fürth hatte in der letzten Saison die meisten unterschiedlichen Torschützen in seinen Reihen (16).
  • Einzig Karlsruhe gestattete 13/14 den Gegnern weniger Großchancen (23) als Fürth (24).

Die Vorschauen der anderen Zweitligisten:

1. FC Nürnberg | Eintracht Braunschweig | Greuther Fürth | 1. FC Kaiserslautern | Karlsruher SC | Fortuna Düsseldorf | TSV 1860 München | FC St. Pauli | 1. FC Union Berlin | VfR Aalen | FC Ingolstadt | SV Sandhausen | Erzgebirge Aue | FSV Frankfurt | VfL Bochum | RB Leipzig | 1. FC Heidenheim | SV Darmstadt 98

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