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Erfolg durch Kontinuität und Stabilität

Die Väter der jüngsten Erfolge: Sportdirektor Jens Todt, Assistenztrainer Argirios Giannikis und Chefcoach Markus Kauczinski (v.l.)

Dirk Orlishausen wurde zum dritten Mal in Folge zum Kapitän gewählt

Mit dieser Mannschaft geht der KSC in die Saison 2014/15

Karlsruhe - Wer als Aufsteiger auf Platz 5 abschließt, legt die Messlatte hoch. Doch von Aufstieg will beim Karlsruher SC niemand reden.  Zwar sagt Torwart und Kapitän Dirk Orlishausen, man wolle besser sein als in der vergangenen Spielzeit, aber Manager Jens Todt (zum Interview) relativiert gleich: "Das muss man ja nicht am Tabellenplatz sehen." 

Zu präsent ist beim KSC noch der Absturz von der Bundesliga in die Drittklassigkeit mit vielen Querelen und Personalwechseln. Mit dem ehrgeizigen Trainer Markus Kauczinski geht es nun wieder bergauf. Auch der Abschied des großartigen Talents Hakan Calhanoglu warf die Mannschaft nach dem Aufstieg nicht aus der Bahn. Kontinuität und Stabilität sollen Karlsruhe wieder voranbringen, damit endlich ein neues Stadion kommt, das den KSC mittelfristig wieder bundesligareif machen soll.

Wechselhafte Geschichte

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Beim KSC träumen immer noch viele von den alten Zeiten, als die Badener unter Trainer Winnie Schäfer regelmäßig im Europapokal spielten. Talente wie Mehmet Scholl und Oliver Kahn schafften es zum FC Bayern und in die Nationalmannschaft. Vom 7:0 gegen den FC Valencia am 2. November 1993 erzählen sie noch heute in Karlsruhe. Doch die 120 Jahre alte Geschichte des Clubs ist wechselhaft und im Erfolg macht man die größten Fehler (Video: Karslruher SC - "Im Fahrstuhl").

Zwei Mal stieg der KSC in den letzten 14 Jahren in die 3. Liga ab. Nun will man sich wieder konsolidieren und irgendwann wieder gegen den FC Bayern spielen. In der Bundesliga. Manager Jens Todt und Trainer Markus Kauczinski suchen den maximalen Erfolg in einem Verein mit wirtschaftlichen Altlasten, einem alten Stadion und einem fordernden Publikum. Nach zwei tollen Jahren mit Aufstieg und Platz fünf darf man gespannt sein, wie es nun weiter geht (Statistik).

Die Stammelf bleibt zusammen

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Von der Stammmannschaft der letzten Saison verließ kein einziger Spieler den Verein. Hinzu kamen Profis aus der Region wie Enrico Valentini und Sascha Traut (beide aus Aalen) sowie entwicklungsfähige Talente wie Jonas Meffert (Leverkusen) oder Philipp Max (Schalke). Königstransfer aber soll der Japaner Hiroki Yamada (Foto) werden, der im Mittelfeld für ein höheres spielerisches Niveau sorgen soll.

Bislang war der KSC schwer zu schlagen und galt vor allem als äußerst unbequemer Gegner. Gelingt noch eine spielerische Steigerung, ist den Karlsruhern eine ähnliche Saison wie in der letzten Spielzeit zuzutrauen. Spielen hingegen nicht alle an ihrer Leistungsgrenze, könnte es auch eine schwierige Runde werden.

Ein Trainer mit klarer Handschrift

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Der Kopf der Mannschaft ist ohne Frage Trainer Kauczinski. Schon seit 2001 arbeitet er beim Karlsruher SC, trainierte zunächst die B- und die A-Jugend, später auch die Reservemannschaft. Von dort führte ihn sein Weg gleich drei Mal innerhalb von nur zwei Jahren als Interimstrainer auf die Bank der ersten Mannschaft. Bleiben durfte er dort trotz regelmäßig guter Ergebnisse zunächst nie - es fehlte die richtige Trainerlizenz. Das änderte sich im März 2012: Innerhalb weniger Tage bestand er die Prüfung zum Fußballlehrer und wurde nur vier Tage später nach der Entlassung von Jörn Andersen zum neuen Cheftrainer ernannt.

Seit er 2012 das Ruder im Wildparkstadion übernahm, hat das Spiel der Mannschaft wieder eine klare Handschrift. Zwar musste Kauczinski kurz nach Amtsantritt den bitteren Weg in die 3. Liga gehen, er schaffte aber umgehend den Wiederaufstieg und etablierte den KSC in der 2. Bundesliga.

Tobias Schächter

Top-Fakten, Stärken, Schwächen:

  • Karlsruhe kassierte in der letzten Saison nur acht Niederlagen - nur Meister Köln weniger (vier).
  • Karlsruhe kassierte 2013/14 die wenigsten Weitschuss-Gegentore (zwei).
  • Blitzstarter: Karlsruhe traf in der letzten Saison 17 Mal in den ersten 30 Minuten der Spiele - Ligaspitze.
  • Karlsruhe war 2013/14 die Mannschaft mit den wenigsten Torschüssen (353), ließ aber selbst die meisten Torschüsse zu (556).
  • Einzig St. Pauli kassierte in der letzten Saison nach Ecken mehr Gegentore (elf) als Karlsruhe (acht).

Die Vorschauen der anderen Zweitligisten:

1. FC Nürnberg | Eintracht Braunschweig | Greuther Fürth | 1. FC Kaiserslautern | Karlsruher SC | Fortuna Düsseldorf | TSV 1860 München | FC St. Pauli | 1. FC Union Berlin | VfR Aalen | FC Ingolstadt | SV Sandhausen | Erzgebirge Aue | FSV Frankfurt | VfL Bochum | RB Leipzig | 1. FC Heidenheim | SV Darmstadt 98

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