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Am Ende doch noch souverän

Der FSV Frankfurt landete mit 41 Punkten auf Platz 13 (© Imago)

Frankfurt am Main - Nur notorische Träumer konnten nach dem überragenden 4. Platz in der Saison 2012/13 erwarten, dass der FSV Frankfurt eine ähnlich gute Runde spielen würde. Für den FSV geht es im Schatten der Eintracht in jeder Zweitligasaison zuvorderst darum, die Klasse zu halten. Das ist dem Club aus Bornheim auch nach der Saison 2013/14 wieder gelungen. Mit 41 Punkten auf Rang 13 hat die Mannschaft das Saisonziel formell souverän erreicht.

Doch bis zum 32. Spieltag war das Team von Trainer Benno Möhlmann noch konkret abstiegsgefährdet und hatte nur drei Punkte mehr als der damalige Tabellensechzehnte Dynamo Dresden. Doch nach dem 3:1-Heimsieg gegen Energie Cottbus war der Weg frei für eine weitere Saison in der 2. Bundesliga nach dem Wiederaufstieg 2008.

Es war ein besonders schöner Abschluss der Runde, als der FSV am letzten Spieltag Meister 1. FC Köln mit 2:0 besiegte. Das FSV-Stadion war da mit 12.542 Zuschauern zum ersten Mal ausverkauft und Trainer Möhlmann sagte stolz: "Wir sind jetzt erst einmal froh, dass wir nach 34 Spielen und 41 Punkten ganz klar und souverän die 2. Bundesliga gehalten haben." Immerhin steigerte der FSV bei Heimspielen seinen Zuschauerschnitt erstmals auf über 6.000 Besucher.

Den eigenen Ansprüchen hinterhergelaufen

Immer ein wenig mehr steigert sich der FSV, ein Ausnahmejahr wie das mit dem 4. Platz bewerten sie im Frankfurter Stadtteil Bornheim nicht zu hoch. Dafür sorgen Trainer Möhlmann und Sportchef Uwe Stöver. Doch dass die Mannschaft nach fünf Niederlagen in Serie vor dem entscheidenden Sieg gegen Cottbus noch einmal in Abstiegsgefahr geriet, hatte auch niemand erwartet.

Finanzgeschäftsführer Clemens Krüger war dieser Negativlauf ein Rätsel - trotz des besten Kaders in der Geschichte des Clubs, wie er sagte. Dass diese Saison keine Wiederholung der super erfolgreichen Vorsaison werden würde, zeigte sich schon beim ersten Heimspiel, als gegen Aufsteiger Karlsruher SC verloren wurde. Irgendwie rannte die Mannschaft nach dieser Niederlage den eigenen Ansprüchen immer ein wenig hinterher.

Neuzugang Leckie schlägt ein

Dabei muss der FSV ja als vergleichsweise kleiner Club damit leben, jedes Jahr die besten Spieler zu verlieren. In Marcel Gaus (Kaiserslautern), Yannick Stark (1860 München) und John Verhoek (Rennes) war das auch vor dieser Saison der Fall. Doch besonders der Kauf von Flügelstürmer Mathew Leckie von Borussia Mönchengladbach erwies sich als Glückstreffer, mit zehn Toren war der australische Nationalspieler die erhoffte Verstärkung  und neben Edmond Kapllani (elf Treffer) bester Torschütze des FSV.

Doch auch in diesem Fall kann der FSV den Spieler nicht halten, im Sommer wechselt der Offensivmann nach Ingolstadt. Auch Michael Görlitz verlässt den FSV, in Richtung St. Pauli. Görlitz war in allen 34 Spielen dabei. Die Säulen der Mannschaft in Torwart Patric Klandt, Kapitän Björn Schlicke, den Mittelfeldspielern Marc Kruska und Manuel Konrad sowie Stürmer Kapllani bleiben dem Club aber erhalten. Es wird nun also wieder einen Umbruch geben in Frankfurt - aber das sind sie beim FSV ja gewöhnt.

Tobias Schächter

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