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Variabel zum Erfolg

Fortuna Düsseldorf geht mit Oliver Reck (r.) als Cheftrainer in die neue Saison (© Imago)

Die Neuzugänge Lukas Schmitz (l.) und Sergio da Silva Pinto bringen viel Bundesliga-Erfahrung mit (© Imago)

Oliver Reck (l.) holte in der vergangenen Saison in neun Spielen 22 Punkte. An diese erfolgreiche Serie möchte die Fortuna in der kommenden Saison gerne anknüpfen

Düsseldorf - "Alles ist möglich, nichts ist unmöglich", lautet das Motto von Helmut Schulte für die kommende Saison. "Wir werden versuchen, oben mitzumischen", führt der Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf weiter aus. Im zweiten Jahr nach dem Bundesliga-Abstieg wollen die Rheinländer dauerhaft eine bessere Rolle spielen als in der zurückliegenden Spielzeit.

Die endete zwar immerhin auf Platz 6 und damit im oberen Drittel der Tabelle. Doch über weite Strecken der Saison lief Fortuna der Musik hinterher, erst der energische Schlussspurt unter Interimstrainer Oliver Reck (16 Punkte aus den letzten sechs Spielen) schönte das Gesamtbild dann doch noch etwas. Unter dem Strich blieb dennoch die zweitschlechteste Fortuna-Saison seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2009.

Mit Reck zurück in die Erfolgsspur

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Inzwischen ist Oliver Reck Cheftrainer der Fortuna, die vor Jahresfrist mit dem Ziel gestartet war, unter dem damals neuen Hoffnungsträger Mike Büskens binnen zwei Jahren wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Büskens blieb glücklos und ist in Düsseldorf längst Geschichte, ebenso wie sein Nachfolger Lorenz-Günther Köstner, den gesundheitliche Probleme zu einer mehrmonatigen Auszeit zwangen. Die kostete ihn schließlich den Job, denn sein Vertreter Oliver Reck hatte die kränkelnde Mannschaft längst flott gemacht und mit attraktivem Fußball in die Erfolgsspur zurückgeführt. Das goutierten die Fans.

Reck wählte einen anderen Ansatz als seine Vorgänger, er ließ offensiver und mutiger nach vorne spielen und vertraute dem richtigen Personal (Statistik). Der Mannschaftskader wurde im Sommer wieder einmal kräftig durcheinander gewirbelt. Gestandene Profis wie Martin Latka, Stelios Malezas, Tobias Levels oder Levan Kenia mussten gehen, insgesamt 13 Spieler wurden abgegeben. "Mit Torhüter Fabian Giefer hat uns aber nur ein Spieler verlassen, den wir gerne behalten hätten", so Helmut Schulte (Foto).

Gestandene Profis für die Fortuna

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Bei den Neuverpflichtungen ließen die Rheinländer aufhorchen. Mit dem 33 Jahre alten Mittelfeld-Haudegen Sergio da Silva Pinto (212 Bundesliga-Spiele/21 Tore für Schalke, Aachen und Hannover, Foto) und dem Linksverteidiger Lukas Schmitz (104 Bundesliga-Partien für Schalke und Bremen) wurden zwei gestandene Bundesliga-Profis verpflichtet, dazu der Schalker Keeper Lars Unnerstall, der ebenfalls bereits Bundesliga-Luft geschnuppert hat. (Lukas Schmitz im Interview)

"Es sollte dabei aber nicht unter den Tisch fallen, dass wir mit Tugrul Erat und Timm Golley auch zwei talentierte Spieler aus dem eigenen Nachwuchs unter Vertrag genommen haben, die beide bereits zum Einsatz gekommen sind", betont Helmut Schulte. "Das dokumentiert unseren Weg, dass wir auch mit selbst ausgebildeten Spielern arbeiten wollen." (zum Kader)

Drei Säulen und ein Knipser

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Oliver Reck muss mit dem qualitativ hochwertigen Kader zeigen, dass er dauerhaft Erfolg haben kann. Seine 22 Punkte aus neun Spielen bei sieben Siegen und nur einer Niederlage haben die Messlatte durchaus hochgelegt. Reck, der als Torwart von Werder Bremen einst zahlreiche Titel gewann, geht die Aufgabe mit großem Enthusiasmus an. Er legt großen Wert darauf, dass seine Mannschaft taktisch variabel spielen kann und verschiedene Systeme beherrscht. Diese wurden im Trainingslager in Maria Alm einstudiert.

"Wir können im 4-1-4-1 spielen, aber genauso im 4-2-3-1 oder auch in einem 4-3-3, da wir über sehr gute und schnelle Außenspieler verfügen", erklärt Reck. "Wir werden auch alle diese Optionen brauchen. Es werden nicht immer die gleichen Elf spielen." Feste Säulen der Mannschaft sollen aber auf alle Fälle drei Spieler werden: der Abwehrchef und neue Mannschaftskapitän Adam Bodzek, der Mittelfeldstratege Sergio da Silva Pinto und der Kreativspieler Michael Liendl. Die neue Aufgabenverteilung macht auch klar, dass es für Fortuna-Urgestein, Fanliebling und Ex-Kapitän Andreas "Lumpi" Lambertz schwer werden dürfte, seinen Platz in der Mannschaft zu finden.

Den dürfte dagegen Stürmer Charlison Benshop (Foto) sicher haben, der dank seiner zwölf Tore zu den wenigen Gewinnern der letzten Saison zählte. Auch auf seine Treffer wird es diesmal ankommen, wollen die Düsseldorfer den Aufstieg packen. Viel wird davon abhängen, wie die Flingerer aus den Startlöchern kommen. Das Auftaktprogramm hat es mit der Heimpartie gegen Eintracht Braunschweig, dem Gastspiel bei Union Berlin und dem Heimauftritt gegen den Karlsruher SC durchaus in sich. Legt die Fortuna einen guten Start hin, ist ihr einiges zuzutrauen.

Tobias Gonscherowski

 Top-Fakten, Stärken, Schwächen:

  • Mit Oliver Reck an der Seitenlinie holte Düsseldorf 13/14 an den letzten sechs Spieltagen 16 der 18 möglichen Punkte.

  • Pressing: Düsseldorf nutzte in der letzten Saison 17 Mal einen gegnerischen Ballverlust zum Torerfolg - Ligaspitze.

  • Einzig Cottbus wurde 13/14 vor Gegentoren häufiger erfolgreich ausgekontert (14 Mal) als Düsseldorf (elf Mal).

  • Nur Paderborn kassierte in der letzten Saison nach Flanken mehr Gegentore (neun) als Düsseldorf (acht).

  • Einzig Karlsruhe kam 13/14 zu weniger Eckbällen (131) als Düsseldorf (136).

Die Vorschauen der anderen Zweitligisten:

1. FC Nürnberg | Eintracht Braunschweig | Greuther Fürth | 1. FC Kaiserslautern | Karlsruher SC | Fortuna Düsseldorf | TSV 1860 München | FC St. Pauli | 1. FC Union Berlin | VfR Aalen | FC Ingolstadt | SV Sandhausen | Erzgebirge Aue | FSV Frankfurt | VfL Bochum | RB Leipzig | 1. FC Heidenheim | SV Darmstadt 98

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