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Mit WM-Fahrer Mathew Leckie hofft Ingolstadt auf eine bessere Saison

Ingolstadt - Es war wie so oft: Mit großen Erwartungen sind die Ingolstädter in die vergangene Zweitligasaison gestartet, nicht wenige im Umfeld der Schanzer träumten sogar von einem Aufstieg in die Bundesliga. Heraus kam am Ende ein 10. Tabellenplatz, sicheres Mittelfeld also, keine Abstiegsgefahr, aber eben auch nicht mehr (Statistik).

Immer wieder zeigten die Kicker von der Donau im letzten Jahr vielversprechende Ansätze im spielerischen Bereich, die Handschrift des gewieften Taktik-Fuchses Ralph Hasenhüttl war deutlich zu erkennen. Das letzte Quäntchen aber, das fehlte noch zu oft. Vor allem in der individuellen Qualität galt es nachzubessern. Das haben die Ingolstädter in der Sommerpause getan. Vor allem im offensiven Bereich sind einige Verstärkungen hinzugekommen, die für die gewissen Momente sorgen könnten. Mehr Tore als im letzten Jahr sind auf jeden Fall nötig.

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Wichtige Entscheidungen wurden auch in der Führungsetage getroffen. Neben Trainer Hasenhüttl haben auch sein Assistent Michael Henke und Sportdirektor Thomas Linke (Foto) ihre Verträge verlängert. "Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Gemeinsam wollen wir die Profimannschaft auch künftig gemeinsam weiterbringen", erklärt ein zufriedener Hasenhüttl im Interview mit bundesliga.de. Die Zeichen in Ingolstadt stehen also deutlich auf Kontinuität - eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Saison.

Raketenstart nach heftigen Jahren?

Der FC Ingolstadt 04 hat sich nach sportlich nicht immer einfachen Jahren und zahlreichen Trainerwechseln mittlerweile in der 2. Liga etabliert. Nach Spielzeiten, in denen man mehr oder weniger stets gegen den Abstieg kämpfte, scheint es nun endlich aufwärts zu gehen. Das liegt zum einen an einer Führungsspitze mit dem Vorstandschef Peter Jackwerth, dem es mittlerweile gelungen ist, Ruhe in den Verein zu kriegen.

Zum anderen ist die Verpflichtung von Hasenhüttl als Chefcoach durchaus als Glücksgriff zu werten. Zusammen mit Assistent Henke und Sportdirektor Linke hat er seiner in den letzten Jahren so instabilen Mannschaft Kontur und System verpasst. Hasenhüttl setzt auf das "Konzept Nachwuchs" und lässt sich auch von den chronisch hohen Erwartungen im  Umfeld nicht verrückt machen.

Die Hoffnung liegt im Sturm

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So soll es weitergehen. Denn unvergessen sind auch an der Donau die Zeiten, als man noch in der Regionalliga dem runden Leder hinterherjagte. Nach einem Jahr in der 2. Liga stieg man in der Spielzeit 2008/09 wieder ab und fing in der Drittklassigkeit von vorne an. Nach einem Jahr gelang damals der sofortige Wiederaufstieg, das Abenteuer 2. Liga begann aufs Neue.

Eines war bei den Schanzern schon nach Ablauf der vergangenen Spielzeit klar: die Defensive funktioniert. Nach den überragenden Kölnern hatte man die zweitbeste Abwehr der Liga. Die Probleme lagen im Sturm. Und genau da wurde die Hasenhüttl-Truppe zielgerichtet verstärkt. So kam der hochtalentierte Lukas Hinterseer von Wacker Innsbruck, der obwohl noch jung, seine Qualitäten in der Vorbereitung bereits unter Beweis stellte (Sommerfahrplan).

Zusammen mit dem Leistungsträger Moritz Hartmann bildet der Österreicher jetzt schon ein brandgefährliches Gespann. Ebenfalls ein Volltreffer: Mathew Leckie, der vom FSV Frankfurt zu den Schanzern stieß. Der Linksaußen und australische Nationalspieler soll zu einem Führungsspieler werden. Aber auch die beiden Innenverteidiger Benjamin Hübner (VfR Aalen) und Robert Bauer (U19 Karlsruher SC) besitzen ausgezeichnete Perspektiven. Zuletzt kam noch der defensive Mittelfeldmann Stefan Wannenwetsch vom TSV 1860 München, der den mit einem Schienbeinbruch schwer verletzten Israeli Almog Cohen ersetzen soll.

Alles eine Frage des Systems

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Die Ingolstädter Hoffnungen ruhen in erster Linie auch auf dem Trainer. Hasenhüttl (Bild) hat es geschafft, seiner Mannschaft ein modernes Spielsystem zu verpassen. „Unsere Stärken werden auch in dieser Saison in der Arbeit gegen den Ball liegen“, erklärt der Grazer seine Vorgaben im Interview mit bundesliga.de. "Wir wollen wieder sehr schwer zu schlagen sein. Dazu taktisch ähnlich flexibel wie in der Rückrunde. Ich denke, dass wir für unser schnelles Umschaltspiel auch in der neuen Saison wieder gutes Personal zur Verfügung haben."

Schnelles Umschaltspiel, Pressing, hohes Anlaufen, dazu eine stabile Defensive - so könnte das Ingolstädter Erfolgsgeheimnis in der kommenden Spielzeit lauten. Sollten Hasenhüttls Ideen konsequent umgesetzt werden und sollten die Schanzer einen guten Start erwischen, scheint einiges mögliches zu sein. Die Basis dazu ist jedenfalls geschaffen.

Jens Fischer

 Top-Fakten, Stärken, Schwächen:

  • Mit dem zehnten Rang erreichte Ingolstadt 13/14 seine beste Abschlussplatzierung aller Zeiten.
  • Der FCI kassierte in den letzten neun Spielen nur eine Niederlage, schloss dabei die Saison 13/14 mit zwei Remis und zwei Siegen ab.
  • Einzig Köln ließ in der letzten Saison weniger Gegentore zu (20) als Ingolstadt (33).
  • Ingolstadt kassierte 13/14 die wenigsten Kopfball-Gegentore (drei).
  • Nur zwei Mannschaften haben in der letzten Saison weniger Tore erzielt als Ingolstadt (34).

Die Vorschauen der anderen Zweitligisten:

1. FC Nürnberg | Eintracht Braunschweig | Greuther Fürth | 1. FC Kaiserslautern | Karlsruher SC | Fortuna Düsseldorf | TSV 1860 München | FC St. Pauli | 1. FC Union Berlin | VfR Aalen | FC Ingolstadt | SV Sandhausen | Erzgebirge Aue | FSV Frankfurt | VfL Bochum | RB Leipzig | 1. FC Heidenheim | SV Darmstadt 98

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