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Die Highlights der Saison

Raffael spielte seine mit Abstand beste Bundesliga-Saison. Der 29 Jahre alte Brasilianer erzielte 14 Tore und legte acht Treffer vor

Christoph Kramer (l.) gehört zu den großen Gewinnern dieser Spielzeit. Der laufstarke Mittelfeldmann erspielte sich einen Stammplatz in der Favre-Elf und reifte zur festen Größe

Das schönste Tor erzielte - mal wieder - Standardspezialist Juan Arango (3.v.r.). Der Linksfuß zimmerte gegen Wolfsburg einen direkten Freistoß aus 27 Metern in den Winkel

Wichtigster Spieler: Raffael

Raffael ist mit seinen 29 Jahren längst ein gestandener Profi. Der Brasilianer spielte bereits in seiner Heimat, in der Schweiz, in der Bundesliga und in der Ukraine. Aber erst in dieser Saison lieferte er konstant herausragende Leistungen ab. 14 Tore und acht Assists steuerte der nur 1,74 Meter große offensive Mittelfeldspieler bei und hatte damit einen großen Anteil an der tollen Saison der Borussia. Besser war er noch nie. Raffael profitiert auch davon, dass er mit Lucien Favre einen Trainer hat, der auch bei ihren gemeinsamen Stationen beim FC Zürich und Hertha BSC immer auf ihn gesetzt hat.

Aufsteiger der Saison: Christoph Kramer

In Leverkusen konnte sich Kramer nicht durchsetzen. Zunächst wurde er zwei Jahre nach Bochum ausgeliehen, dann seit dieser Saison an die Borussia. Ohne Bundesliga-Erfahrung kam der laufstarke Mittelfeldspieler an den Niederrhein und spielte sich auf Anhieb fest. Der 23-Jährige fehlte nur in einem Spiel, erzielte drei Tore und verdrängte Routinier Thorben Marx. Besser geht es kaum für einen Debütanten.

Tor der Saison: Arango gegen Wolfsburg

Wenn Borussia Mönchengladbach in den letzten fünf Jahren besonders schöne Tore erzielte, war meistens der Venezolaner Juan Arango beteiligt. So auch in dieser Saison. Der 33-Jährige traf im letzten Gladbacher Heimspiel vor der Winterpause gegen den VfL Wolfsburg mit einem wunderschönen, direkt verwandelten Freistoß aus spitzem Winkel. Aus gut 27 Metern zirkelte der Linksfuß den Ball über die Mauer unhaltbar für Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio ins Tordreieck.

Das bleibt hängen: Historische Heim-Serie 

In der Hinrunde war der Borussia-Park eine Festung wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die ersten acht Heimspiele konnte die Borussia allesamt gewinnen. 23:5 lautete die Tordifferenz. Bremen, Braunschweig und Frankfurt kassierten Viererpacks bei den jeweiligen 4:1-Erfolgen, auch Hannover wurde beim 3:0 mit drei Treffern distanziert. Und selbst Vizemeister Borussia Dortmund biss sich an der gnadenlosen Effizienz der Fohlen bei der unglücklichen 0:2-Niederlage die Zähne aus. Erst der VfL Wolfsburg knackte die Gladbacher Serie am 17. Spieltag durch einen späten Ausgleichstreffer von Bas Dost zum 2:2 fünf Minuten vor dem Abpfiff. In der Rückrunde lief es nicht mehr so gut, Borussia konnte nur drei der acht Partien im eigenen Stadion für sich entscheiden.

Tops

  • Einzig Bayern hat eine geringere Fehlpassquote (13 Prozent) als Mönchengladbach (17 Prozent). Einzig Bayern hatte auch mehr Ballbesitz (67 Prozent) als Mönchengladbach (54 Prozent).

  • Mönchengladbach beging die wenigsten Fouls (352).

  • Borussia Mönchengladbach hatte ein überragendes Offensivquartett. In dieser Saison war an 54 der 59 Borussen-Treffer zumindest einer aus dem "magischen Viereck" Max Kruse, Raffael, Patrick Herrmann und Juan Arango direkt beteiligt.

  • Christoph Kramer wurde in seiner ersten Bundesliga-Saison gleich zur festen Größe bei den Borussen (33 Einsätze, 30 Mal Startelf), dabei bestach er vor allem durch seine Laufstärke (im Schnitt 13,1 Kilometer pro Spiel waren Ligaspitze). Bei der absoluten Strecke lag auch ein Mönchengladbacher ganz vorne, Raffael spulte in dieser Saison 387,4 Kilometer ab (er lag knapp vor Kramer).

  • Zu Hause spielte die Borussia mit 36 Punkten die beste Saison seit 30 Jahren.

Flops

  • Nur Braunschweig nutzte seine Großchancen schlechter (39 Prozent) als Mönchengladbach (41 Prozent).

  • Die Borussia war die Mannschaft mit den wenigsten Torschüssen nach ruhenden Bällen (81).

  • Mönchengladbach war die Mannschaft, die die wenigsten Flanken schlug (196).

  • Die Fohlen brachten die wenigsten Kopfbälle auf das Tor des jeweiligen Gegners (47).

  • Einzig Leverkusen ließ die Gegner häufiger zum Flanken kommen (536 Mal) als Mönchengladbach (491 Mal).

Tobias Gonscherowski

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