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Das FCK-Dilemma

FCK-Coach Kosta Runjaic steht vor seiner zweiten Saison bei den Roten Teufeln und hat mit...

...dem neuen Sportdirektor Markus Schupp (l.) und Geschäftsführer Stefan Kuntz ein kompetentes Team an seiner Seite (© Imago)

Mit dieser Mannschaft geht der 1. FC Kaiserslautern in die Saison 2014/15 (© Imago)

Kaiserslautern - Nun geht es also in die dritte Saison in der 2. Bundesliga in Serie. Zum zweiten Mal verpasste der 1. FC Kaiserslautern nach dem Abstieg 2012 den Wiederaufstieg. In der abgelaufenen Runde auf Platz 4, das Jahr zuvor scheiterten die Pfälzer in den Relegationsspielen an 1899 Hoffenheim. Das Saisonziel Wiederaufstieg will der FCK nach den Enttäuschungen der letzten beiden Jahre nicht mehr explizit ausrufen. Von der Clubführung um den Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz heißt es, man wolle eine neue, junge Mannschaft aufbauen.

Die Fans sollen sich wieder stärker mit dem Team identifizieren können. Viele erfahrene Spieler haben den Verein verlassen, Trainer Kosta Runjaic, der in der letzten Saison Franco Foda abgelöst hatte, steht mit Markus Schupp nun ein Sportdirektor zur Seite. "Wir arbeiten sehr gut zusammen. Markus Schupp versteht sein Handwerk und wir tauschen uns intensiv aus", sagt der Coach im Interview mit bundesliga.de.

Doch der FCK befindet sich in einem Dilemma: Ohne die Perspektive Aufstieg wird sich die wirtschaftliche Situation nicht verbessern, gleichzeitig droht die Zuschauergunst weiter abzunehmen. Vor allem die Mietkosten für das große Stadion belasten den Club.

Hohe Erwartungshaltung

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Fritz Walter (im Foto rechts), Hans-Peter Briegel, Andreas Brehme, Stefan Kuntz, Kalli Feldkamp, Otto Rehhagel: Alleine beim Klang dieser Namen werden bei den Pfälzer Fans die Erinnerungen an erfolgreiche Zeiten wach. Die Zeiten aber, in denen der FCK Welt- und Europameister sowie Meistertrainer mit weltweitem Ruf stellte, sind schon lange vorbei (Video: Große Gefühle - die Roten Teufel sind einzigartig im deutschen Fußball). Die letzte von vier Deutschen Meisterschaften liegt auch schon 16 Jahre zurück. 1998 gewann der FCK unter dem Trainer Rehhagel als erster und bisher einziger Club als Aufsteiger gleich den Titel (Statistik).

Die Erwartungshaltung der Fans speist sich noch immer aus dieser Geschichte, die Bürde der Tradition lastet schwer auf der aktuellen Generation. Mit jedem neuen Jahr in der 2. Bundesliga wird der wirtschaftliche Abstand zur Bundesliga größer - und die Fanbasis ungeduldiger. Selbst der Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale konnte die Enttäuschung über das durchwachsene Abschneiden in der vergangenen Saison mit vielen Niederlagen gegen vermeintlich schwächere Mannschaften nur vorübergehend übertünchen.

Neue Hierarchie im Team

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Die Offensive bekommt ein neues Gesicht. In Mohamadou Idrissou und Simon Zoller verließen die besten Torschützen den Verein, auch der langjährige Rechtsverteidiger Florian Dick, Abwehrroutinier Jan Simunek und Offensivspieler Albert Bunjaku mussten gehen. Die Hierarchie wird sich verändern. Im Angriff soll der im Winter zurückgekehrte Srdjan Lakic (Foto) endlich wieder an bessere Tage anknüpfen. Als Alternativen im Sturm hat der FCK U21-Nationalspieler Philipp Hofman (21) vom FC Schalke 04 sowie den Montenegriner Stefan Mugosa (22) verpflichtet.

Für die Abwehr kam Tim Heubach vom FSV Frankfurt und Rechtsverteidiger Michael Schulze aus Cottbus. Ergänzt wird der Kader von Nachwuchsspielern wie Jan-Lucas Dorow oder Sebastian Jakob. Talent Jean Zimmer trauen viele schon den Durchbruch auf der rechten Seite zu. Damit der FCK wieder vorne mitspielen kann, müssen sich aber auch die erfahrenen Spieler wie Marc Torrejon, Chris Löwe, Markus Karl, Karim Matmour, Ruben Jenssen, Alexander Ring, Marcel Gaus und Lakic steigern. Gleiches gilt für Talente wie Kevin Stöger, Dominique Heintz und Willi Orban (alle Transfers im Überblick).

Der beste Abwehrmann der Liga

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Runjaic löste in der vergangenen Runde nach wenigen Spieltagen Franco Foda als Trainer ab. In seiner ersten Saison gelang es dem 43-Jährigen nicht, Konstanz und eine spielerische Linie in die Mannschaft zu bringen. Daran, ob ihm das in seinem zweiten Jahr in der Pfalz gelingt, wird ihn das Publikum im Fritz-Walter-Stadion messen.

Innenverteidiger Marc Torrejon (Foto) hat sich in  den letzten Jahren den Ruf als einer der besten Abwehrspieler der 2. Bundesliga erworben, auch wenn er nicht frei von Fehlern war. Solange im Mittelfeld Karl oder Ring und vorne Lakic vor allem mit ihren eigenen Leistungen beschäftigt sind, wird der Spanier auch in dieser Runde die Leitfigur auf dem Platz geben müssen.

Vielleicht gelingt es aber ja auch einem Talent wie Zimmer, mitreißend auf seine Teamkollegen einzuwirken. Der oft als Platzhirsch gefragte Idrissou ist schließlich nicht mehr da. Das muss aber kein Nachteil sein, denn zu oft vertraute die Mannschaft in den letzten beiden Jahren auf weite und hohe Bälle auf den Hünen aus Kamerun.

Tobias Schächter

Top-Fakten, Stärken, Schwächen:

  • Kaiserslautern geht in sein achtes Zweitliga-Jahr, das dritte in Folge.
  • Der FCK traf 2013/14 ligaweit am häufigsten nach Standardsituationen (26 Mal).
  • Kaiserslautern hat in der letzten Saison die wenigsten Torschüsse zugelassen (336).
  • Die Stürmer von Kaiserslautern waren 2013/14 die erfolgreichsten der Liga, sie sammelten als Schützen oder Vorbereiter 43 Scorer-Punkte.
  • Kaiserslautern ließ in der letzten Saison die wenigsten Gegentore im Anschluss an Standardsituationen zu (sechs).

Die Vorschauen der anderen Zweitligisten:

1. FC Nürnberg | Eintracht Braunschweig | Greuther Fürth | 1. FC Kaiserslautern | Karlsruher SC | Fortuna Düsseldorf | TSV 1860 München | FC St. Pauli | 1. FC Union Berlin | VfR Aalen | FC Ingolstadt | SV Sandhausen | Erzgebirge Aue | FSV Frankfurt | VfL Bochum | RB Leipzig | 1. FC Heidenheim | SV Darmstadt 98

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