Es ist offiziell: Der FC Bayern gibt am Mittwochabend die Verpflichtung von Pep Guardiola als Trainer ab der kommenden Saison bekannt. Der Vertrag läuft bis zum Sommer 2016. <b>bundesliga.de</b> gibt einen Überblick über die Karriere des neuen FCB-Coaches Die Anfänge: Barcas Ex-Coach Johan Cruyff (l.) erkannte Anfang der 90er-Jahre das Potenzial des jungen Josep "Pep" Guardiola und förderte das Mittelfeldtalent So entwickelte sich der gebürtige Katalane (l.) zu einem Weltklassemann im defensiven Mittelfeld und wurde später Kapitän des FC Barcelona Guardiola (r.) entschied sich - im Gegensatz zu vielen Katalenen - dafür, für die Nationalelf Spaniens aufzulaufen. Für die "Seleccion" bestritt er 47 Länderspiele (fünf Treffer) Ausland: Nach über einer Dekade beim FC Barcelona zog es den Barca-Kapitän nach Italien, wo er im Sommer 2001 bei Brescia unterschrieb Wiedersehen mit Figo: Ein halbes Jahr danach ging es für den Katalanen (r.) weiter zum AS Rom, wo er es in der Champions League mit Reals Louis Figo (l.) zu tun bekam, gegen den er schon mit Barcelona große Duelle ausfocht Karriere-Ausklang: Nach zwei Spielzeiten beim Al-Ahly Sports Club beendet Guardiola (l.) seine Karriere in Mexiko bei den Dorados de Sinaloa. Im Juli 2006 verkündete er seinen Rücktritt vom aktiven Fußball, um wenige Jahre später als Funktionär zurückzukehren Start in die Trainer-Karriere: Nach einem Jahr bei Barcelonas B-Mannschaft übernahm Pep Guardiola (r.) im Sommer 2008 das Traineramt bei der ersten Mannschaft der Katalanen. Präsident Juan Laporta (l.) ahnte wohl schon bei der Vertragsunterzeichnung, welche Glanzzeit vor dem Club liegen würde Wie grandios sich Barcelona unter Guardiola entwickelte, bekam der FC Bayern wenige Monate nach dessen Amtsantritt auf leidvolle Weise zu spüren - auch wenn dem damaligen Coach der Münchner, Jürgen Klinsmann (l.), vor dem Spiel noch zum Lachen zu Mute war Die Bayern bekamen im Camp Nou eine Lehrstunde von Barca, hatten bei der 0:4-Niederlage nicht den Hauch einer Chance. Im Rückspiel holte der deutsche Rekordmeister zumindest ein 1:1 - trotzdem schieden die Münchner aus der Champions League aus Die Katalanen zauberten hingegen weiter und ließen Manchester United im Finale von Rom keine Chance. Guardiola, der als Aktiver mit Barca 1992 den Landesmeister-Pokal gewann , schaffte dies auch als Trainer - in seiner ersten Saison Lionel Messi (l.) blühte unter dem neuen Trainer der Katalanen auf. Vorgänger Frank Rijkaard setzte zumeist auf Ronaldinho. Guardiola baute den Argentinier ein und sortierte den Brasilianer aus - im Nachhinein ein goldrichtiger Schachzug Triple: Neben der Champions League sicherten sich die Katalanen in der Spielzeit 2008/09 noch die spanische Meisterschaft mit einem Vorsprung von neun Punkten auf Real Madrid sowie den Pokal Showdown: Mit der Inthronisierung von Jose Mourinho (r.) als Real-Coach entbrannte ein noch verbissenerer Zweikampf zwischen Barca und dem Hauptstadt-Club. Doch Guardiola (l.) blieb auch bei übelsten verbalen Anfeindungen aus Madrid stets souverän wie ein Gentleman Im Champions-League-Finale 2011 trafen sich Guardiola (l.) und Manchester-United-Coach Sir Alex Ferguson wieder. Erneut schnappte der junge Katalane (l.) dem Trainer-Routinier aus Schottland die Champions-League-Trophäe weg Nach vier Jahren mit 14 Titeln beendete Guardiola (M.) sein Engagement beim FC Barcelona auf eigenen Wunsch hin. Damit ist er der erfolgreichste Trainer der Clubgeschichte Guardiolas Nachfolger bei Barca wurde Tito Vilanova (r.), der zuvor bereits als Co-Trainer seinen Anteil am Erfolg hatte und Barca aktuell schon wieder auf Meisterkurs gebracht hat Persönliche Ehren: Neben den Titeln mit seiner Mannschaft wurde Guardiola (l.) zwei Mal zum Weltclub-Trainer ausgezeichnet (2009, 2011). Der neue Bayern-Coach ist einer von nur sechs Clubtrainern, die das Triple gewannen