Am 1. April 1998 treffen Real Madrid und Borussia Dortmund im Halbfinale der Champions League erstmals auf einander - das erste Tor fällt allerdings schon vor dem Anpfiff. <b>bundesliga.de</b> blickt zurück auf den Abend, der als "Torfall von Madrid" in die Geschichte einging... Die Fans auf der Südtribüne des Bernabeu-Stadions zerstören vor dem Anpfiff die Befestigung des Tores, woraufhin der linke Torpfosten einknickt Lange Zeit ist unklar, ob das Spiel überhaupt angepfiffen werden kann. Zahlreiche Helfer versuchen zunächst vergeblich den Torpfosten zu reparieren, bis schließlich ein Ersatztor herbeigeschafft wird Das Tor wird vom Madrider Stadtteil-Verein Rayo Vallecano ins Bernabeu transportiert, sodass das Spiel schließlich mit 72-minütiger Verspätung angepfiffen werden kann Während dieser Zeit kommentieren Günther Jauch (l.) und Marcel Reif für RTL das Geschehen. "Es war ein Abend der Anarchie. Champions-League-Spiele sind bis auf die letzte Sekunde durchgeplant, solch ein Chaos schien schlicht nicht möglich", sagte Reif in einem Interview zehn Jahre später Der heutige Bayern-Trainer Jupp Heynckes war damals der verantwortliche Mann an der Seitenlinie der "Königlichen" Sein Gegenüber Ottmar Hitzfeld trat damals mit seinen Dortmundern als Titelverteidiger der Champions League im Bernabeu auf Für den BVB wurde der Traum eines erneuten Titelgewinns allerdings an jenem Abend zerstört. Real (mit Raul, r.) gewann mit 2:0 gegen Steffen Freund und Co. - am Ende waren es Jupp Heynckes´ Madrilenen, die dank eines 1:0-Finalsiegs über Juventus Turin den CL-Triumph feierten