Die deutsche Nationalmannschaft spielt sich gegen Schweden znächst in einen Rausch, verspielt dann aber eine 4:0-Führung und muss sich mit einem 4:4 zufrieden geben. <b>bundesliga.de</b> präsentiert nach dem Kantersieg in Dublin die Einzelkritik der DFB-Elf Manuel Neuer: Bis zur 62. Minute hatte Neuer fast gar nichts zu tun. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Drei Gegentore in kurzer Zeit und da war dann auch Neuer verunsichert. Leistete sich einen dicken Patzer, der aber nicht zum Ausgleich führte. Beim zweiten Gegentreffer im Pech <b>Jerome Boateng:</b> Da Schmelzer angeschlagen war, durfte Boateng erneut auf der rechten Seite von Beginn an ran. In der ersten Halbzeit mit viel Freiraum und vielen Offensivaktionen. Ließ aber wie die gesamte Mannschaft mächtig nach. Beim 3:4 passiv. Danach auch nicht auf der Höhe <b>Philipp Lahm:</b> Kehrte nach seiner Gelbsperre zurück und musste für den angeschlagenen Schmelzer auf Links ran. Seine Flankenläufe im Zusammenspiel mit Reus waren aller Ehren wert. Aber dann ließ auch der Kapitän nach. Stand bei den Gegentoren immer irgendwie daneben <b>Holger Badstuber:</b> Zusammen mit Mertesacker hatte er Ibrahimovic lange Zeit gut im Griff - weil der ja auch wenig Bälle bekam. Im zweiten Durchgang war Badstuber aber der Unsicherheitsfaktor. Unterlief zwei Flanken von Källström. Vom Abwehrchef war er weit, sehr weit entfernt <b>Per Mertesacker:</b> Hatte wie Neuer lange Zeit wenig bis gar nichts zu tun. Traf dann energisch zum 3:0. Im zweiten Durchgang bei den ersten Gegentoren nicht wirklich involviert, ließ er beim 3:4 aber Kacaniklic freundschaftlich gewähren. Insgesamt war ihm der nötige Biss nicht anzumerken <b>Toni Kroos:</b> Spielte für den verletzten Sami Khedira. Unauffällig, aber sicher in der Gala-Stunde. In der Zeit danach aber dann ein wenig überfordert. Lief nur noch mit. Zwischendrin mit der Chance zur Vorentscheidung. In der Form kein Ersatz für den defensiv stärkeren Khedira. <b>Bastian Schweinsteiger:</b> Übernahm die Drecksarbeit im Mittelfeld, rannte viel und kämpfte vorbildhaft. Doch von einem Führungsspieler erwartet man in so einer schwierigen Situation einfach mehr. Tauchte in der Schlussphase unter, anstatt den Ball zu fordern und zu halten <b>Thomas Müller:</b> Der gewohnte Müller. Kilometer muss man beim Münchner nicht mehr zählen. Die spult er verlässlich ab. Und irgendwie ist er auch immer in der Gefahrenzone dabei. Hatte nach wenigen Minuten die Chance zur Führung. Bereitete den Treffer von Mertesacker überlegt vor <b>Mesut Özil:</b> Brauchte ein paar Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Dann legte er mächtig los. Zuckerpässe, Hackentricks und dann das Tor zum 4:0, sein fünfter Quali-Treffer. In Schwedens Drangphase hätte man von ihm vielleicht mehr Zeitgewinn am Ball erwarten können <b>Marco Reus:</b> Seine Technik, sein Zug zum Tor, seine Spielfreude: Mit diesen Fähigkeiten bereitete er die ersten beiden Treffer von Klose mustergültig vor. Wieder ein Aktivposten. Als das Spiel kippte, machte er Platz für Götze <b>Miroslav Klose:</b> Klose war mit zwei Toren aus zwei Chancen der Mann der ersten 15 Minuten. Damit fehlt ihm nur noch ein Tor, um den ewigen Rekord von Gerd Müller zu egalisieren. Danach tauchte Klose ab und war eigentlich nicht mehr zu sehen <b>Mario Götze:</b> Für einen Offensivspieler seiner Qualität ist es schwierig, bei einem 2:4 unter Druck richtig ins Spiel zu kommen. Bat zwei, drei Mal an der Außenlinie zum Tanz, aber ansonsten keine nennenswerte Aktion <b>Lukas Podolski:</b> Kam kurz vor dem Ende für Reus in die Partie