Die deutsche Nationalmannschaft hat nach den zuletzt durchwachsenen Auftritten im dritten WM-Qualifikationsspiel gegen Irland mit einem klaren 6:1-Erfolg ihre Zweifler überzeugt. <b>bundesliga.de</b> präsentiert nach dem Kantersieg in Dublin die Einzelkritik der DFB-Elf <b>Manuel Neuer:</b> Ein ruhiger Abend für Neuer. Er wurde eigentlich nur ein Mal richtig ernsthaft geprüft, als er in der Schlussminute einen Schuss von Keogh mit einem tollen Reflex noch zur Ecke lenkte. Beim Anschlusstreffer direkt danach ohne Chance <b>Jerome Boateng:</b> Eine solide Leistung des Bayern-Spielers, der für den gelb-gesperrten Philipp Lahm auf der rechten Seite aushelfen musste. Nutze seinen Freiraum nicht wirklich gut aus, ein gelernter Rechtsverteidiger hätte da vielleicht noch mehr draus gemacht. In der Defensive ohne Patzer <b>Per Mertesacker:</b> Mertesacker (l.) spielte für den verletzten Dortmunder Mats Hummels in der Innenverteidigung. Kaum geprüft, kaum gesehen. In zwei, drei Situationen mit Badstuber aber zu weit weg vom Gegenspieler <b>Holger Badstuber:</b> Bei den Bayern zuletzt als linker Verteidiger gesetzt, spielte er gegen Irland wieder in der Innenverteidigung. Wie bei Mertesacker gilt auch bei ihm: Nur selten richtig gefordert, wenn aber zur Stelle. Holte sich eine unnötige Gelbe Karte ab <b>Marcel Schmelzer:</b> Machte nach fünf Sekunden mit einem Foul auf sich aufmerksam. War die ersten Minuten gegen McGeady unter Druck, arbeitete sich aber immer mehr ins Spiel. Vor dem Führungstreffer mit einem mustergültigen Laufweg und indirekt beteiligt. Defensiv musste er selten eingreifen <b>Sami Khedira:</b> Wie immer mit hohem Laufpensum und vielen Aktionen in der Offensive. Vielleicht hätte er sich auch noch in die Torschützenliste eingetragen, hätte er nicht mit einer Muskelverhärtung in der Kabine bleiben müssen <b>Toni Kroos:</b> Was für eine Halbzeit des Bayern-Spielers. Ersetzte nach der Pause Khedira auf der "6" neben Schweinsteiger. Er war sofort voll da und trug sich mit zwei blitzsauberen Distanzschüssen doppelt in die Torschützenliste ein. Immer anspielbar und gewohnt passsicher <b>Bastian Schweinsteiger:</b> Schweinsteiger kam zu seinem ersten Einsatz seit dem EURO-Halbfinal-Aus gegen Italien. Und er war gleich wieder der Chef im Ring. Fast jeder Angriff lief über Schweinsteiger. In der Defensive immer zur Stelle. Leitete das 1:0 und 4:0 ein <b>Thomas Müller:</b> Wie so oft ein Aktivposten im deutschen Spiel. Wechselte einige Male die Seite, war stets anspielbar. Allerdings diesmal nicht so torgefährlich wie sonst. Kurz vor Schluss mit einer missglückten Flanke fast noch erfolgreich <b>Mesut Özil:</b> Nach seinem tollen Auftritt beim spanischen Clasico mit Real Madrid gegen Barcelona reihte sich Özil gegen Irland lediglich in die gute Leistung der anderen Offensivspieler ein. Hatte zwar viele Ballkontakte, aber wenig klare Aktionen <b>Marco Reus:</b> Wenn Reus am Ball war, dann war für die irische Abwehr Gefahr im Verzug. Leichtfüßig, immer für ein Eins-gegen-eins zu haben und im entscheidenden Moment mit dem richtigen Abschluss. Beim 1:0 hellwach und beim 2:0 mit Übersicht. Bester deutscher Spieler <b>Lukas Podolski:</b> Kam in der 66. Minute für Reus und zu seinem 104. Länderspiel. Ohne nennenswerte Aktionen <b>Miroslav Klose:</b> Es war das 125. Länderspiel für den 34-Jährigen. Und in der ersten Halbzeit eines seiner schwächeren. Im zweiten Durchgang dann aber viel besser im Spiel. Beim 4:0 spielte er nach einem Zuckerpass von Schweinsteiger seine Qualitäten als eiskalter Vollstrecker aus <b>Andre Schürrle:</b> Wurde für Miroslav Klose in der 72. Minute eingewechselt. Wie Podolski ohne nennenswerte Aktionen